LV-Standmitteilungen: Studie sorgt für Unverständnis

Florian Burghardt Top News Versicherungen

Auch bei der Frankfurter Lebensversicherung AG ist man mit dem Abschneiden in der Studie nicht zufrieden. „Aus betrieblichen Gründen hatten wir die neuen Anforderungen an die Standmitteilungen bei der Frankfurter Lebensversicherung AG verspätet umgesetzt. Bereits im letzten Jahr haben wir dies nachgeholt. Seither entsprechen auch die Standmitteilungen der Frankfurter Lebensversicherung AG den Mindestanforderungen. Daher basiert die Auswertung offensichtlich auf einem veralteten Stand“, erklärte Bernd Neumann, Vorstand der Frankfurter Leben Gruppe gegenüber procontra.

Doch auch hier hält Policen Direkt dagegen. Zwar habe man bei der Frankfurter Lebensversicherung eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erkennen können. Sie würde die gesetzlichen Mindestanforderungen aber dennoch nicht vollständig erfüllen (35 von 40 Punkten). Das liege daran, dann „die Höhe der garantierten Überschüsse bei der garantierten Ablaufleistung bei beitragspflichtiger Fortführung und bei Beitragsfreistellung nicht eindeutig sind. Für die im Vergleich mit anderen Gesellschaften nicht optimale Darstellung gibt es deswegen Abzüge“, erläutert Kurz.

Tenor der Transparenzanalyse ist, dass die Hürden der gesetzlichen Mindestanforderungen vor allem bei den Mitteilungen zu älteren Tarifgenerationen häufiger gerissen werden. Dies bestätigt auch die Rückmeldung des Makler-Versicherers Dialog: „Die in der Studie monierten Standmitteilungen der Dialog Lebensversicherungs-AG betreffen Produkte, die von uns schon seit langen Jahren nicht mehr vertrieben werden. Es handelt sich um Kapitallebensversicherungen, von denen wir Verträge nur noch in einem Restbestand im kleinen vierstelligen Bereich haben. Derzeit prüfen wir, wie wir diese Standmitteilungen anforderungsgemäß anpassen.“

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