Fahrraddiebstahl: In diesen Städten ist der Versicherungsbedarf am höchsten

Anne Hünninghaus Berater

Besonders die wachsende Beliebtheit teurer E-Bikes macht es für viele Radfahrer attraktiv, in entsprechende Hausratspolicen zu investieren. Hier können Makler ansetzen.

In Leipzig werden besonders viele Räder gestohlen.

In Leipzig werden besonders viele Räder gestohlen. Bild: Adobe Stock/Rainer Fuhrmann

Leipzig und Münster sind Deutschlands Hochburgen, wenn es um Fahrraddiebstähle geht. In der sächsischen Großstadt kamen laut polizeilicher Kriminalstatistik im vergangenen Jahr 1.700 geklaute Räder auf 100.000 Einwohner. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 335 Fälle, was einer Gesamtzahl von 277.874 geklauten Rädern in 2019 entspricht. Auf Platz zwei der unrühmlichen Statistik liegt die Studentenstadt Münster, hier wurden pro 100.000 Einwohner 1.374 Räder gestohlen. Am dritthäufigsten sind mit 944 Fällen Fahrradbesitzer in Bremen betroffen.

Die Einwohner dieser drei Hochburgen scheinen vorbereitet - sie sichern sich überdurchschnittlich oft über Hausratspolicen ab, berichtet das Vergleichsportal Check 24. Spitzenreiter in Sachen Versicherungsschutz sind den eigenen Zahlen des Portals zufolge Münsteraner und Dresdener. Ein zudem erhöhtes Sicherheitsbedürfnis beobachtet Check 24 in süddeutschen Städten: Obwohl die Diebstahlquoten in Karlsruhe, München und Augsburg vergleichsweise gering ausfallen, hätten in diesen Städten viele Fahrradbesitzer einen entsprechenden Schutz über ihre Hausratsversicherung abgedeckt.

StadtFahrraddiebstähle je 100.000 Einwohner
1Leipzig1.700
2Münster1.374
3Bremen944
4Berlin788
5Hannover768
6Bonn765
7Dresden711
8Hamburg656
9Karlsruhe643
10Köln629

Quelle: PKS Bundeskriminalamt 2019/Check 24

Teure E-Bikes werden immer beliebter

Eine solche Versicherung ist eine Investition, die sich für viele lohnt. Denn nicht einmal jeder zehnte Fahrraddiebstahl wird hierzulande aufgeklärt. Dieser Umstand und die Bereitschaft, immer mehr Geld in das eigene Gefährt zu investieren, erhöhen offenbar die Attraktivität einer entsprechenden Police. Wird das Rad geklaut, deckt eine Hausratsversicherung aber oft nur einen Teil des Schadens ab, auf die Deckungssumme sollte also genau geachtet werden. Nicht versichert sind meist lose Teile, die zum Fahrrad gehören, aber nicht fest verbaut sind. Umfassender schützt hingegen eine spezielle Fahrrad­versicher­ung - besonders für Besitzer wertvoller Räder, wie zum Beispiel E-Bikes, kann diese daher interessant sein. Makler können hier beratend aktiv werden – aus den Zahlen ergeben sich ausreichend Argumente, die für einen Versicherungsschutz sprechen. 

Zumal der Fahrradmarkt – zumindest vor der Corona-Krise – weiterhin ein wachsender ist. Insgesamt 4,31 Millionen Fahrräder und E-Bikes wurden nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands im vergangenen Jahr verkauft, das bedeutet ein Wachstum von gut drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen großen Anteil an der Steigerung haben vor allem die immer beliebter werdenden und kostspieligeren E-Bikes: Mit 1,36 Millionen Verkäufen hat dieses um 39 Prozent zugelegt, deren Anteil am Gesamtfahrradabsatz ist damit auf 31,5 Prozent gestiegen.

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