Corona: So schätzen Versicherer die Lage ein

Martin Thaler Corona Berater Versicherungen Top News

Noch ist die Geschäftsentwicklung stabil, doch was bringt die Zukunft für die Versicherer? Dies hat der AfW in einer Umfrage ermittelt - auch im Hinblick auf Risiken und Chancen für den Vermittler in der Krise.

Der AfW (hier Vorstand Norman Wirth) hat sechs Versicherer zur derzeitigen Lage befragt.

Der AfW (hier Vorstand Norman Wirth) hat sechs Versicherer zur derzeitigen Lage befragt. Bild: AfW

Die Corona-Krise verändert nicht durch das öffentliche Leben in Deutschland in bislang nicht dagewesener Art und Weise. Auch die Versicherungswirtschaft bekommt die Auswirkungen der Krise immer mehr zu spüren. Während einige Versicherer vor allem in der Kapitalanlage getroffen sind, schraubten andere Unternehmen ihre Geschäftserwartungen für dieses Jahr deutlich zurück.  

Um eine umfassendere Einschätzung der derzeitigen Situation für die Versicherer zu bekommen, hat der Vermittlerverband AfW zusammen mit der Berliner Kommunikationsagentur Birkenbeul insgesamt sechs Versicherer zu den Auswirkungen der Corona-Krise befragt. Dabei ging es auch um etwaige Risiken und Chancen nach der Krise sowie die Auswirkungen für Versicherungsmakler.  

Aus dieser Befragung ergaben sich unter anderem folgende Erkenntnisse:  

Aktuelle Lage

Alle befragten Versicherer gaben sich zuversichtlich, für die Krise gut aufgestellt zu sein. Man sei – auf absehbare Zeit – der Krise gewachsen, so die gängige Überzeugung. Sämtliche Unternehmen haben ihre Arbeit dabei ins Home-Office verlagert, zumindest so weit wie dies möglich war. Geschäftseinbußen verzeichnete bislang (Mitte vergangener Woche) noch keines der Unternehmen.  

Erwartungen an die Zukunft  

Auch wenn die Lage derzeit im Bezug auf das Neugeschäft und den Bestand noch stabil ist, wird dies nach Einschätzung der befragten Versicherer nicht so bleiben. In den kommenden Wochen rechnet man mit einem „signifikanten Rückgang“ in der Geschäftsentwicklung. Die Huk-Coburg hatte auf ihrer Bilanzpressekonferenz beispielsweise für das Kfz-Geschäft deutliche Eintrübungen prognostiziert.  

Ein ebenso großes Thema für die Versicherer dürften Zahlungsschwierigkeiten der Kunden werden – hier rechnen die Unternehmen mit einer zunehmenden Zahl an Kundenanfragen. Viele Versicherer haben hierauf reagiert und bieten ihren Kunden unbürokratische Liquiditätshilfen, wie beispielsweise Beitragsstundungen an. Nichtsdestotrotz rechnen die befragten Unternehmen mit zunehmenden Kündigungszahlen bei Altersvorsorge- und Biometrieprodukten.  

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