Corona-Hilfen: Ist Berlins Fördertopf für Selbstständige schon leer?

Anne Hünninghaus Berater Corona

Makler, die in Berlin bisher noch keinen Antrag auf Soforthilfen gestellt haben, werden wahrscheinlich auf Zuschüsse aus Landesmitteln verzichten müssen. Die Unterstützung des Bundes steht ab Anfang kommender Woche wieder zur Verfügung.

Corona-Soforthilfe: Die Berliner Zuschüsse sind berets ausgeschöpft

Corona-Soforthilfe: Die Berliner Zuschüsse sind berets ausgeschöpft. Bild: picture alliance/XAMAX/dpa

Ernüchternde Nachrichten für von der Corona-Krise betroffene Berliner Makler, die bislang noch keinen Antrag auf Soforthilfen gestellt haben. Aller Voraussicht nach müssen sie mit einem geringeren Zuschuss rechnen, als diejenigen, die aktuell zumindest in der Online-Warteschlange stehen. Grund dafür ist die unerwartet hohe Zahl der Anträge. 

"Wir konnten mit rund 1,3 Milliarden Euro bereits rund 140.000 Antragsteller mit über 210.000 Beschäftigten unterstützen. Wir erreichen folglich rund 360.000 Menschen mit diesen Soforthilfen", so die aktuellen Zahlen von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne).

"Die Landeszuschüsse sind bereits ausgeschöpft"

"Wir haben die Warteschlangen inzwischen nahezu komplett abgearbeitet", heißt es auf der Website der landeseigenen Investitionsbank IBB. "Die Landeszuschüsse sind bereits ausgeschöpft." Nun habe der Berliner Senat beschlossen, die bisherige Programmkombination in ein einheitliches Bundesprogramm zu überführen. Für die technische Umstellung wird die Antragsstellung während dieser Synchronisation bis zum 6. April pausiert.

Im Gegensatz zu der Mehrheit der anderen Bundesländer hatte Berlin bereits ab dem 27. März statt dem 30. März Anträge angenommen und bearbeitet. "In Berlin gibt es überdurchschnittlich viele Selbstständige und Freiberufler", erklärte eine Senatssprecherin auf procontra-Anfrage. Daher habe man sich entschieden, in einer ersten Etappe der Auszahlung in die Breite zu gehen und diese so früh wie möglich anzubieten. Nun sei der Bund an der Reihe, der die Berliner Anträge mit 2 Milliarden bezuschussen soll.

Das bedeutet aller Wahrscheinlichkeit nach, dass die Landeszuschüsse für Berliner Selbstständige und Kleinunternehmer bei den künftigen Anträgen wegfallen. Pro Antragsteller konnten bisher aus Landesmitteln maximal 5.000 Euro als Zuschuss ausgezahlt werden. Künftig würde das die Hilfen auf die Bundeszuschüsse in Höhe von 9.000 Euro (bis zu fünf Mitarbeiter) beziehungsweise 15.000 Euro (bis zu zehn Mitarbeiter) reduzieren.

Wie Makler nun vorgehen müssen, um die Zuschüsse zu erhalten, lesen Sie hier.

Hinweis: profino hat für Makler exklusiv mit freundlicher Unterstützung der Zurich einen Hilfebereich eingerichtet. Hier finden Sie alles, was Makler unmittelbar wissen müssen aus den Bereichen "Ihre Beratung", "Ihr Maklerunternehmen" und "Ihre Gesundheit".

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare