Australian Open bangen um Versicherungsschutz

Martin Thaler Corona Versicherungen Panorama

Zahlreiche Sportveranstaltungen müssen aufgrund des Corona-Virus verschoben oder abgesagt werden. Die Veranstalter der Australian Open verfügen jedoch über eine Pandemieversicherung - allerdings läuft diese in drei Monaten aus.

Wird im kommenden Jahr in Australien Profitennis gespielt werden können? Diese Frage beschäftigt gerade die Veranstalter der Australian Open.

Wird im kommenden Jahr in Australien Profitennis gespielt werden können? Diese Frage beschäftigt gerade die Veranstalter der Australian Open. Bild: AdobeStock/ Christophe Schmid

Die Fußball-Europameisterschaft 2020? Aufs kommende Jahr verschoben. Die Olympischen Spiele in Tokio? Ebenfalls neu terminiert. Der Berlin-Marathon? Abgesagt, eine Verlegung in den November wird noch geprüft. Die Corona-Krise führt dazu, dass zahlreiche Sportveranstaltungen in diesem Jahr verschoben oder gleich ganz abgesagt werden müssen.  

Auch die großen Tennisturniere bekommen die Corona-Auswirkungen zu spüren. Während die French Open erst einmal auf den September verschoben wurden, findet das traditionsreiche Rasenturnier in Wimbledon in diesem Jahr gar nicht statt – zum ersten Mal seit Ende des 2. Weltkriegs. Die Veranstalter rechnen mit einem Schaden von rund 250 Millionen Dollar.  

Jedoch zahlt sich in diesem Jahr die Weitsicht der Veranstalter aus. Dieser hatten nämlich 2002 aufgrund der damaligen SARS-Krise eine Versicherung abgeschlossen, die auch Pandemieschutz beinhaltete. 114 Millionen Euro bekommen die Turnierveranstalter deshalb von ihrer Versicherung in diesem Jahr erstattet, wodurch sich der Schaden in Grenzen halten könnte.  

Pandemieschutz läuft aus

Auch die Veranstalter der Australian Open haben Presseberichten zufolge einen Pandemieschutz in ihren Versicherungen enthalten. „Neben Wimbledon waren wir wahrscheinlich eine der wenigen Sportveranstaltungen, die sich gegen Pandemien abgesichert hat“, erklärte Craig Tiley, CEO des Veranstalter Tennis Australia, gegenüber der Melbourner Tageszeitung „The Age“. Die Sache hat jedoch einen Haken: Der Versicherungsschutz läuft im Juli dieses Jahres aus. 

Derzeit befinde man sich in Verhandlungen mit der Versicherung, den Schutz zu verlängern, so dass das traditionell im Januar stattfindende Turnier auch im kommenden Jahr abgesichert wäre, erklärte Tiley, der versuchte, seinen Standpunkt zu stärken: „Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für die Versicherer, da die Welt auf eine weitere Pandemie vorbereitet wäre, sollte es dazu kommen.“  

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen prüfen die Veranstalter sämtliche Szenarien – von einem Turnier ohne Zuschauer über eine Verschiebung bis hin zu einer Komplettabsage. „Wir brauchen ein Finanzmodell für sämtliche Szenarien“, gab Tiley bekannt. „Dadurch, dass dieses Jahr das Turnier stattfinden konnte, haben wir etwas Geld in den Kassen. Das ist aber schnell aufgebraucht, wenn wir keinen Umsatz machen.“

Hinweis: profino hat für Makler mit freundlicher Unterstützung der Zurich einen Hilfebereich eingerichtet. Hier finden Sie alles, was Makler unmittelbar wissen müssen aus den Bereichen "Ihre Beratung", "Ihr Maklerunternehmen" und "Ihre Gesundheit".

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare