Arbeitskraftabsicherung: Warum Makler manche Anbieter bevorzugen

Detlef Pohl Berater Versicherungen

Eine neue Studie benennt die Favoriten der Makler bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, bei Verlust von Grundfähigkeiten und für den Fall schwerer Krankheiten. Zugleich werden Umsatz- und Courtagetrends deutlich.

Die Arbeitskraftabsicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen im Leben.

Die Arbeitskraftabsicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen im Leben. Bild: picture alliance

Kürzlich veröffentlichte der Map-Report das erste „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeits-Versicherer“ und attestierte sieben Anbietern eine hervorragende Aufstellung: Swiss Life, Allianz, AachenMünchener, LV 1871, Ergo Vorsorge, Nürnberger und Stuttgarter (procontra berichtete). Dabei stützte man sich auf BU-Stabilitätsuntersuchungen des Analysehauses Franke und Bornberg (procontra berichtete), zu dem der Map-Report inzwischen gehört, und auf das BU-Unternehmensrating (procontra berichtete).

Die Studie „BU/Arbeitskraftabsicherung 2020“ der BBG Betriebsberatung hat nun die Qualität der Versicherer aus Sicht der Makler untersucht und dann die Favoriten der Makler ermittelt. Gemessen wurde nach insgesamt 13 Leistungskriterien aus den Bereichen Unternehmensführung, Produktmanagement, Vertriebsunterstützung und Abwicklungsservice. Mitgemacht hatten 509 unabhängige Vermittler, davon 80 Prozent Versicherungsmakler, die es im Schnitt auf 237.000 Euro Jahresumsatz bringen.

Die wichtigsten Leistungskriterien aus Maklersicht

Am wichtigsten an Leistungskriterien ist Maklern demnach die Produktqualität der Gesellschaft, gefolgt vom Preis-Leistungs-Verhältnis und der Finanzstärke. Erstaunlich unwichtig ist die Courtageabwicklung (Platz 11 unter 13 Kriterien) und die Flexibilität der Courtagemodelle (Platz 10). Im Vorjahr war die Reihenfolge in einem Punkt noch völlig anders. Damals lag die Abwicklung im Leistungsfall den Maklern offenbar viel stärker am Herzen (Platz 2) als beim jetzigen siebten Rang (procontra berichtete).

Mit weitem Abstand dominieren BU-Policen den Umsatz der Makler im Bereich Arbeitskraftabsicherung (wie im Vorjahr 96 Prozent). Es folgen dann Grundfähigkeitsversicherung mit 49 Prozent (2019: 40,7 Prozent), Dread-Desease-Versicherung (wie im Vorjahr 33 Prozent), BUZ-Rente (wieder 33 Prozent) und BUZ-Policen mit reiner Beitragsbefreiung (29 Prozent), wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. Multirisk-Policen rangieren wieder am Ende.

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