Arbeitskraftabsicherung: Auch in der Krise besonders wichtig

Florian Burghardt Berater Corona

Die Deutschen haben 2018 mehr als 500 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet. Überlastung, aber auch Isolation wie jetzt in der Corona-Krise kann berufsunfähig machen. Ein Beratungsansatz in schwierigen Zeiten.

Eigentlich sollen die momentanen Isolationsmaßnahmen vor Ansteckung schützen. Doch sie können auf andere Weise krank und vielleicht sogar berufsunfähig machen.

Eigentlich sollen die momentanen Isolationsmaßnahmen vor Ansteckung schützen. Doch sie können auf andere Weise krank und vielleicht sogar berufsunfähig machen. Bild: picture alliance / dpa Themendienst

Psychische Leiden inklusive Nervenerkrankungen sind der häufigste Grund dafür, warum Menschen ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Verschiedenen Erhebungen zufolge sind sie bereits für jeden dritten Fall von Berufsunfähigkeit verantwortlich. Als häufigste Auslöser werden dabei Termin- und Zeitdruck, eine hohe Arbeitsintensität oder ein Übermaß an Verantwortung genannt – also Faktoren, die mit unserem Berufsleben zusammenhängen.

Dabei spielen auch Überstunden eine Rolle. Laut aktuellen Daten der Bundesregierung arbeiteten die Deutschen im Jahr 2018 rund 58,9 Milliarden Stunden. Der Anteil der Überstunden daran lag bei 1,8 Prozent, was in etwa einer Milliarde Arbeitsstunden entsprach. Zwar mag dieser Anteil nicht besonders groß erscheinen. Jedoch fällt der Großteil dieser Mehrarbeit ohne Ausgleich unter den Tisch.

Denn der Anteil der unbezahlten Überstunden betrug 54,2 Prozent (knapp 550 Millionen Stunden). Pro abhängig Beschäftigtem waren das in 2018 somit 14,9 unbezahlte Überstunden – der zweithöchste Wert innerhalb von 5 Jahren. Vor dem Hintergrund, dass manche Branchen deutlich überstundenintensiver sind als andere, dürfte klar sein, dass sie ein Vielfaches dieser 14,9 Stunden im Jahr ohne Ausgleich leisten. Dadurch steigt für sie auch die Gefahr einer psychisch bedingten Berufsunfähigkeit.

Krank durch Krise

Dasselbe Schicksal kann aber auch Menschen ereilen, die weniger oder sogar gar nicht arbeiten. Zum Beispiel jetzt, in der Corona-Krise. „Die Forschung zeigt, dass Quarantänemaßnahmen mittelfristig zu einem substanziellen Anstieg psychischer Beschwerden führen können“, sagt Professor David Ebert, Gründer des Digital Health Unternehmens „HelloBetter“. Dieses wird seit gestern auch von der Allianz als Kooperationspartner unterstützt.

„HelloBetter“ bietet Betroffenen einen einfachen, schnellen und kostenfreien Zugang zu Hilfsangeboten bei psychischen Beschwerden aufgrund von Isolation, Infektionsangst, wirtschaftlichen Sorgen oder dem Fehlen gewohnter sozialer Kontakte, die zum Teil schwere Störungen wie posttraumatische Stresssymptome, Depressionen und Schlafstörungen verursachen können. Gerade finanzielle Sorgen können in der jetzigen Phase auch durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit entstehen.

Jetzt zu AKS-Produkten beraten

Umso wichtiger ist es, das Thema Arbeitskraftabsicherung (AKS) auch jetzt in der Krise aktiv anzugehen. Zwar fehlt den Menschen vielleicht gerade jetzt die Bereitschaft, Geld für eine langfristige Absicherung ausgeben zu wollen. Doch zeitgleich haben sie die wachsende Anzahl von Schadenbeispielen direkt vor Augen. Zudem ist das Risiko einer psychisch bedingten Berufsunfähigkeit genau jetzt und in den kommenden Wochen und Monaten erhöht – sei es durch Überlastung, wie etwa in medizinischen Brufen und im Einzelhandel, oder durch Kurzarbeit, Insolvenz und Isolation.

Zudem liegt der Beratungstrumpf in der Berufsunfähigkeitsversicherung beim Makler. Ein guter Zeitpunkt, diesen zu nutzen.

Hinweis: profino hat für Makler exklusiv mit freundlicher Unterstützung der Zurich einen Hilfebereich eingerichtet. Hier erfahren Sie alles, was Makler unmittelbar wissen müssen aus den Bereichen "Ihre Beratung", "Ihr Maklerunternehmen" und "Ihre Gesundheit".

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