Wie Makler planvoll die Corona-Krise meistern

Detlef Pohl Berater Recht & Haftung Corona

Ein Beispiel für organisatorische Prävention: Maxpool empfiehlt, einen Notfallstab einzurichten. Grundsätzlich sei eine Übersicht aller Geschäftspartner/Kunden zu erstellen, die im Falle einer Quarantäne informiert werden müssen (betrifft auch Reinigungsfirmen, technischen Support und die Risikoträger). Benötigt wird für gegenseitige Vertretung auch eine Übersicht der laufenden Schadenbearbeitungen. Im Ernstfall müssen Kunden ausschließlich über digitale Medien informiert werden.

Was tun, wenn das Virus zugeschlagen hat?

Wenn sich ein Mitarbeiter infiziert oder sich in einer Krisenregion aufgehalten hat, gilt es zunächst zu prüfen, zu welchen Kunden und Kollegen er Kontakt hatte. Auch die Information der Gesundheitsbehörden und die Desinfektion der Arbeitsmaterialien des Betroffenen sind wichtige Punkte auf der Liste. Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne existiert eine strikte Ausgangssperre. Dann sollten Vollmachten für Bankgeschäfte schon vorbereitet oder erteilt worden sein.

Auch einige Versicherer geben Maklern Schützenhilfe bei der Prävention. „Wer sich rechtzeitig mit Cloud-Computing, Notfallplänen und Checklisten vorbereitet, kann Schaden von seinem Betrieb abwenden – und sich sogar Wettbewerbsvorteile verschaffen“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische. Spätestens in dieser Woche sollten überall Notfallpläne stehen. „Wichtigste Frage ist, welche kritischen Funktionen der Organisation wie aufrechterhalten werden können“, sagt Gräfer.

Prioritäten setzen, Vertretung regeln, Homeoffice meistern

Für einen Notfall gilt es das absolut Betriebswichtige zu definieren: Was sind die aktuellen Projekte, Lieferungen, Kunden? Welche Zugangscodes, Passwörter und PIN-Nummern sind nötig, um Computer, Bankkonten oder Safes zu nutzen? Wer hat welche Vollmachten und Kenntnisse, wer ist für die Mindestbesetzung des Betriebs nötig?

Ein Vertretungsplan ist auch in sehr kleinen Maklerfirmen zwingend nötig. Sonst steht der Betrieb still, wenn das Virus den Chef erwischt. Seine Vertreter müssen auch Bescheid wissen und die entsprechenden Vollmachten und Zugänge haben. Nur so können sie zum Beispiel vom heimischen Rechner aus in Vertretung die Löhne anweisen und Heimarbeit mit den entsprechenden Zugängen organisieren.

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