Warum sich Makler für oder gegen einen Pool entscheiden

Berater Top News Detlef Pohl

Wenn Makler die Kooperation beenden

Die Kooperation mit Pools geht jedoch nicht ohne Reibungen ab. Mehr als 54 Prozent der Vermittler hat schon einmal die Zusammenarbeit mit einem Pool beendet (2019: 43 Prozent). Ausschlaggebend waren vor allem schlechte Erfahrungen, sagen 37 Prozent der Befragten, schlechter Service (36 Prozent), bessere Zusammenarbeit mit einem anderen Pool (28 Prozent) oder mangelnde Produkt- oder Anbieterauswahl (17 Prozent). Am seltensten ging das Ende der Geschäftsbeziehung vom Pool aus, sagen acht Prozent der Makler.

Das größte Risiko in der Kooperation mit Pools sehen Makler noch immer in einer potentiellen Insolvenz oder Schließung des Pools, empfinden 45 Prozent. Ebenfalls 45 Prozent fürchten um ihre Unabhängigkeit (2019: 43,6 Prozent) und je 24 Prozent gaben an, in der fehlenden Freigabe zur Übertragung von Bestandsverträgen ein Wagnis zu sehen beziehungsweise vom Pool bei der Produktauswahl zulasten der Kunden beeinflusst zu werden.

Steigende Poolgebühren 

Fast drei Viertel der Makler zahlen inzwischen eine Jahresgebühr an Pools oder Verbünde, im Schnitt 1.371 Euro, das sind rund 110 Euro pro Jahr mehr als 2019 – siehe Grafik. Wird keine Gebühr verlangt, kassieren die Verbünde einen Overhead von den Versicherern, bestätigen 92 Prozent der Befragten.

Künftig erwarten die Makler von Pools und Verbünden vor allem unabhängige Vergleichsprogramme, sagen 60 Prozent der Makler. Zweithäufigste Erwartung sind bessere Abwicklungs- und Beratungssoftware (57,7 Prozent), gefolgt von der Bewahrung ihrer Unabhängigkeit ohne Umsatzvorgaben (57,3 Prozent) und breite Produktauswahl (54,3 Prozent), wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. IT-Prozesse entwickeln sich zunehmend zur wichtigsten Maklerwährung (procontra berichtete).

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