Thomas-Cook-Pleite: Urlauber sollen bis Juni Geld erhalten

Martin Thaler Versicherungen

Bis Juni sollen auch die verbleibenden Urlauber eine Entschädigung von der Zurich bekommen. Diese deckt allerdings nur einen Teil des Schadens ab - der Rest soll vom Staat kommen.

Bis Juni sollen auch die verbleibenden Urlauber von der Zurich entschädigt werden.

Bis Juni sollen auch die verbleibenden Urlauber von der Zurich entschädigt werden. Bild: Adobe Stock/Markus Mainka

Urlauber, die von der Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook betroffen sind, können bis Sommer damit rechnen, einen Teil ihres Geldes zurückzubekommen. Bis Juni will der Versicherer Zurich, bei dem der Reisekonzern sich gegen die Folgen einer Insolvenz abgesichert hatte, alle Fälle bearbeitet haben – das berichtet die Tageszeitung „Welt“.  

Bislang hat rund jeder zweite der betroffenen 220.000 Urlauber eine Versicherungsleistung erhalten. Erschwert würde eine Auszahlung der übrigen Urlauber dadurch, dass sich in zehn Prozent aller Fälle keine Buchungsnummer zuordnen lassen, erklärte die Zurich gegenüber der „Welt“. In 35.000 weiteren Fällen lägen inkorrekte Kontonummern vor, so dass auch hier eine Auszahlung bislang nicht vorgenommen werden konnte. 

Nach aktuellem Stand bekommen die geschädigten Urlauber jedoch lediglich 17,5 Prozent ihres Schadens ersetzt. Das sind bei einem Schaden von 1.000 Euro insgesamt 175 Euro. Trotz Versicherungsschutz bleibt den betroffenen Reisenden folglich eine große finanzielle Lücke.  

Allerdings hatte die Bundesregierung im Dezember angekündigt, den Pauschalurlaubern den Teil des Reisepreises zu ersetzen, der nicht durch den Versicherer Zurich ersetzt wird. Die Bundesregierung rechnet dabei mit Kosten in Höhe von 225,25 Millionen Euro für die Ausgleichszahlungen. Hinzu kommen Abwicklungs-, Rechtsberatungs- sowie Rechtsverteidigungskosten in Höhe von 38,2 Millionen Euro.   Allerdings hat die Bundesregierung schon angekündigt, sich dieses Geld von der Zurich zurückholen zu wollen.