Provinzial-Fusion nimmt weiteren Schritt

Martin Thaler Versicherungen

Die Zustimmung aller Anteilseigner liegt vor, nun müssen die Aufsichtsbehörden entscheiden. Entstehen würde ein Versicherer mit einem Beitragsvolumen von sechs Milliarden Euro.

Durch die Fusion könnte ein Versicherer mit einem Beitragsvolumen von sechs Milliarden Euro entstehen.

Durch die Fusion könnte ein Versicherer mit einem Beitragsvolumen von sechs Milliarden Euro entstehen. Bild: Provinzial Rheinland/ Provinzial NordWest

In den Fusionsverhandlungen zwischen der Provinzial NordWest und der Provinzial Rheinland wurden nun weitere entscheidende Weichen gestellt. Nachdem sich die Spitzen der Anteilseigner Ende Februar bereits geeinigt hatten, haben nun auch alle Anteilseigner-Gremien sowie die Aufsichtsräte der Rahmenvereinbarung zugestimmt.  

Die getroffene Rahmenvereinbarung regelt unter anderem grundsätzliche Fragen zur Bewertung der beiden Fusionspartner sowie zum Fusions- und Standortkonzept. Insbesondere die Bewertung der beiden Fusionspartner war lange Zeit umstritten zwischen beiden Parteien. Angestrebt war zunächst eine Fusion unter Gleichen – die Provinzial NordWest als auch die Provinzial Rheinland hätten folglich 50 Prozent an dem fusionierten Unternehmen gehalten. Experten hatten jedoch später eine Relation von 57 Prozent für die Provinzial NordWest und 43 Prozent für die Provinzial Rheinland errechnet.  

Wie dieses Problem gelöst wurde, ist weiterhin nicht bekannt, da die beiden Fusionsparteien Stillschweigen über die getroffene Einigung vereinbart haben.  

Der Fusion, durch die ein Versicherer mit einem Beitragsvolumen von rund sechs Milliarden Euro entstehen würde, müssen nun in einem nächsten Schritt die zuständigen Aufsichtsbehörden (Kartellamt, BaFin) zustimmen. Erteilen diese dem Zusammenschluss ihren Segen, soll die Fusion rückwirkend zum 01. Januar 2020 umgesetzt werden.

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