PIM Gold: Gläubigerversammlung fällt Corona zum Opfer

Martin Thaler Sachwerte Corona

Der erste Termin musste aufgrund des hohen Besucheraufkommens verschoben werden, der zweite Termin wird wegen des Corona-Virus abgesagt. Für die Gläubiger sollen keine Nachteile hierdurch entstehen.

Die Gläubigerversammlung von PIM Gold muss erneut verschoben werden.

Die Gläubigerversammlung von PIM Gold muss erneut verschoben werden. Bild: Adobe Stock/tiero

Das Corona-Virus hinterlässt weiter deutliche Spuren im gesellschaftlichen Leben. Großveranstaltungen sind bundesweit abgesagt, in einigen Städten mussten Fitnessstudios, Kneipen und Bars schließen, die Deutsche Eishockey Liga hat die laufende Saison vorzeitig beendet. Kurzum: Das gesellschaftliche Leben steht still.  

Betroffen vom gesellschaftlichen Shutdown sind jedoch nicht nur Eishockey-Fans und Kneipengänger. Auch die Gläubiger des insolventen Goldhändlers PIM Gold müssen sich weiter in Geduld üben. Die für kommenden Woche anberaumte Gläubigerversammlung musste erneut verschoben werden – der neue Termin ist nun am 22. September.  

Bereits der erste Termin Ende Februar war verschoben worden, da weit mehr Gläubiger im Mariensaal der Katholischen Kirchengemeinde in Offenbach erschienen waren als hier Platz fanden. Daraufhin hatte das zuständige Amtsgericht mit der Stadthalle Langen ein weitaus größeren Veranstaltungsort mit insgesamt 900 Plätzen angemietet.  

Durch die erneute Verschiebung solle den Gläubigern keine Nachteile entstehen, versicherte Insolvenzverwalter Dr. Renold Metoja auf procontra-Nachfrage. Metoja erklärte, in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss alle Entscheidungen treffen zu können, die zur weiteren Verfahrensbearbeitung notwendig seien. Dem Gläubigerausschuss stehen gemäß § 160 der Insolvenzordnung grundsätzlich sämtliche Befugnisse zur Verfügung, die eine Beteiligung der Gläubiger voraussetzen. Dementsprechend rechnet Metoja auch weiterhin mit einer ersten Abschlagszahlung in diesem Jahr.

Der Gläubigerausschuss war im Oktober des vergangenen Jahres gegründet worden. Laut Informationen des Portals investmentcheck.de besteht das fünfköpfige Gremium aus vier Gläubigeranwälten (Peter Mattil, Marvin Kewe, Dr. Thomas Pforr, Daniel Vos) und einer Arbeitnehmervertreterin (Diana Kodek).

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