Krankenversicherung: Neue Produktfeatures am Markt

Detlef Pohl PKV bKV Berater Versicherungen

Im Markt der PKV-Vollversicherung hält der leichte Kundenrückgang an. Wie Versicherer sich um neue Kunden bemühen, was vor allem in der Zusatzversicherung und bKV gelingt, zeigen zwei Beispiele. Die Favoriten der Makler sind derweil klar adressiert.

Auch PKV-Tarife können Firmen dabei unterstützen, werteorientiert und nachhaltig zu handeln.

Auch PKV-Tarife können Firmen dabei unterstützen, werteorientiert und nachhaltig zu handeln. Die bKV etwa punktet mit sozialen Aspekten, die zum Nachhaltigkeitsbegriff zählen. Bild: Adobe Stock/ojogabonitoo

Die private Krankenversicherung (PKV) ist 2019 weitergewachsen, aber zumeist nur bei den privat zusatzversicherten GKV-Mitgliedern (+ 500.000) und den betrieblich Krankenversicherten (+ 60.000). In der Vollversicherung gab es ein Minus von rund 9.000 Kunden auf aktuell rund 8,7 Millionen (procontra berichtete). Für Wirbel sorgen in der Vollversicherung vor allem Beitragserhöhungen - ging es zunächst um die für die Erhöhungen zuständigen Treuhänder, beschäftigen nun die Begründungen der Beitragserhöhungen die Gerichte (procontra berichtete).

Derweil versuchen die Unternehmen, potenziellen Kunden den Wechsel in die Vollversicherung schmackhaft zu machen. Beispiel Universa: Das Unternehmen hat seine Annahmekriterien PKV verbessert. Damit werde die Versicherungsfähigkeit von Berufen in der Vollversicherung und Krankentagegeldversicherung (KTG) jetzt einheitlich beurteilt.

Universa: reibungsloser Übergang von KTG zu BU-Rente

„Damit kann jeder, der sich bei der Universa vollversichert, ein bedarfsgerechtes KTG abschließen und die Karenzzeit frei wählen“, erklärt Manfred Krausse, Abteilungsdirektor Personenversicherung. Dies sei insbesondere bei der Beratung von Selbstständigen und Freiberuflern ein Vorteil und gelte auch für das spartenübergreifende Einkommenssicherungskonzept „unisafe |HQ“, womit ein nahtloser Übergang vom KTG zur BU-Rente möglich werde.

Neu aufgelegt wurde die Arbeitshilfe „Hinweise und Tipps zur Antragstellung“ für Vermittler. Sie enthält Informationen zu Antrags- und Gesundheitsfragen sowie zu Mindest- und Höchstsätzen bei Tagegeldtarifen und zu Kombinationsmöglichkeiten bei der Zusatzversicherung. Damit sollen Nachbearbeitungen bei der Antragstellung vermieden werden.

Über einen „VIP-Service“ erhalten Vermittler zudem Direktkontakt zu Risiko- und Bestandsmanagern in der Zentrale. „Der Weg vom Antrag zum Vertrag wird dadurch deutlich beschleunigt", hofft Krausse. Diese Mitarbeiter besitzen Entscheidungsbefugnisse und seien täglich von 8 bis 19 Uhr erreichbar. Die Antragsbearbeitung erfolgt innerhalb von 24 Stunden. „Meist geht es sogar schneller", so Krausse.

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