Die Corona-Hilfen der Bundesländer für Selbstständige

Anne Hünninghaus Corona Berater Top News Meistgeklickt

Mecklenburg-Vorpommern

Hier wird ein 100 Millionen Euro-Maßnahmenpaket für die Wirtschaft aufgelegt. Dieses sieht neben Darlehen und Bürgschaften für Unternehmen auch Liquiditätshilfen für Kleinstbetriebe und Freiberufler vor, dazu zählen zinslose rückzahlbare Zuschüsse bis 20.000 Euro. Ausgezahlt werden diese von der Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (GSA).

Rheinland-Pfalz

Im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau wurde die zentrale Stabsstelle Unternehmenshilfe eingerichtet. Gemeinsam mit der ISB (Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz sollen kurzfristig Bürgschaften und Liquiditätshilfen für Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Saarland

Das Land will Unternehmen und Selbstständige unbürokratisch mit einem Soforthilfeprogramm unterstützen. Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, können 3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe erhalten. Die Hilfen sind nach Jahresumsatz gestaffelt. In Frage kommen Unternehmen mit bis zu zehn sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern, nicht mehr als 700.000 Euro Umsatz oder 350.000 Euro Bilanzsumme im Jahr. Mindestens zwei dieser Kriterien müssen erfüllt sein. Das Land stellt insgesamt 30 Millionen Euro sofort zur Verfügung.

Sachsen

Das Land Sachsen will einen Hilfsfonds für Klein- und Kleinstunternehmen einrichten. Ein öffentliches Darlehen durch die Sächsische Aufbaubank soll zinsfrei und für die ersten drei Jahre tilgungsfrei vergeben werden. Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern können die Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie Umsatzrückgänge nachweisen können und eine wirtschaftliche Notlage ausschließlich aufgrund der Corona-Krise erleiden. Genaueres ist noch nicht bekannt

Sachsen-Anhalt

Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Zahlungsschwierigkeiten geraten, werden dazu aufgefordert, sich zunächst an ihre Hausbank zu wenden. Geeignete und gängige Maßnahmen bei temporären Liquiditätsproblemen bestehen in der Verlängerung der Kreditlaufzeiten und Tilgungsaussetzungen, um den Liquiditätsabfluss im Unternehmen zu reduzieren. Steuerliche Hilfsangebote hat das Finanzministerium bereits angekündigt.

Schleswig-Holstein

Hier soll es ein Darlehensprogramm der Investitionsbank für Firmen in Liquiditätsschwierigkeiten geben. Für Förderprogramme können sich Freiberufler und Kleinunternehmer an die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) wenden. Der vom Land Schleswig-Holstein besicherte Rahmen für Darlehen durch Förderbanken wurde von fünf auf zehn Millionen Euro verdoppelt.

Das Nothilfeprogramm des Landes umfasst 500 Millionen Euro, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern.

Thüringen

Hier werden Fördermitteln durch die Thüringer Aufbaubank und Bürgschaften durch die Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) in Aussicht gestellt. Klein- und Kleinstbetriebe sowie Freiberufler sollen zudem als Soforthilfe eine Entschädigung in Form einer Einmalzahlung von bis zu 30.000 Euro erhalten.

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