Die Corona-Hilfen der Bundesländer für Selbstständige

Anne Hünninghaus Corona Berater Top News Meistgeklickt

Brandenburg

Das Land sicherte zu, Kleinunternehmen könnte ein Soforthilfeprogramm mit insgesamt 7,5 Millionen Euro ausgezahlt werden. Kleine und mittelständische Firmen können Liquiditätshilfen bei der Landesregierung beantragen. Ansprechpartner dafür ist die Brandenburger Wirtschaftsförderung (WFBB). Die Bürgschaftsbank Brandenburg sichert mit Bürgschaften Kredite auch an Angehörige freier Berufe in Brandenburg.

Bremen

Bremen hat in der Task-Force bei der BAB, der Förderbank für Bremen und Bremerhaven, eine zentrale Anlaufstelle für diejenigen eingerichtet, die durch das Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Unternehmen, Freiberufler und Selbständige in Bremen können von den Finanzämtern die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen, Erstattung etwaiger Sozialbeiträge oder den Verzicht von Vollstreckungsmaßnahmen nutzen. Auch können sie Kredite der bestehenden Landes- und Bundesprogramme beantragen.

Hamburg

Auch der vom Virus stark betroffene Stadtstaat hat ein Hilfeprogramm für Selbstständige und Kleinunternehmer geschnürt. Bei den Kosten wird insgesamt mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag gerechnet. Geplant sind gestaffelte Zuschüsse von 2.500 Euro für Ein-Mann-Betriebe und bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern. Am 20. März will der Senat weitere Maßnahmen wie Stundungen von Steuern, Gebühren und Gewerbemieten in städtischen Gebäuden sowie Erleichterungen bei Krediten präsentieren.

Hessen

Hessische Unternehmen sowie Freiberufler und Kleinstunternehmen erhalten eine vorübergehende Liquiditätsspritze von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Auf Antrag der Steuerpflichtigen werden bis zum 31. Dezember 2020 bereits fällige oder fällig werdende Steuerzahlungen zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund der Krise nicht geleistet werden können. Außerdem können bei den Finanzämtern Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer beantragt werden. Kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und Freiberufler mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Millionen Euro Jahresumsatz können bei der landeseigenen Förderbank Wibank Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden.

Niedersachsen

Damit in Not geratenen Kleinstunternehmen geholfen werden kann, soll hier ein sechsmonatiges Landesprogramm in Form einer Zuschussförderung in Höhe von voraussichtlich 100 Millionen Euro im Rahmen des Nachtragshaushaltes aufgelegt werden. Das Wirtschaftsministerium des Landes verweist Kleinunternehmer und Freiberufler auf Liquiditätshilfen bei der NBank.

Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung NRW kündigte am Donnerstag an, einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen aufzustellen. Darin sei ein Sondervermögen in Höhe von rund 25 Milliarden Euro vorgesehen. Die Bürgschaftsbank NRW bietet bis zu 2,5 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen. Genaueres wurde noch nicht bekanntgegeben.

Seite 1: Bundesländer planen Hilfsprogramme
Seite 2: Hilfsprogramme von Brandenburg bis Nordhrein-Westfalen
Seite 3: Mecklenburg-Vorpommern plant Maßnahmenpaket

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare