Corona-Sonderregelungen: Weitere Versicherer geben sich kulant

Martin Thaler Corona Berater

Um Vermittlern und Kunden in der Corona-Krise zur Seite zur stehen, passen viele Versicherern ihre Stundungs- und Stornoregelungen an. Mit der Swiss Life und der HDI ziehen nun zwei weitere Unternehmen nach.

Auch die Swiss Life und die HDI passen ihre Stornoregelungen aufgrund der Corona-Krise an.

Auch die Swiss Life und die HDI passen ihre Stornoregelungen aufgrund der Corona-Krise an. Foto: picture-alliance

In der Corona-Krise hinterlassen die deutschen Versicherer einen zwiegespaltenen Eindruck: Einerseits zeigen sie einige Unternehmen insbesondere im Hinblick auf die Betriebsschließungsversicherung sehr restriktiv und verweigern die Deckung mit Hinweis darauf, dass das Virus nicht in den Allgemeinen Vertragsbedingungen aufgeführt ist.  

Auf der anderen Seite zeigen sich viele Unternehmen von ihrer kulanten Seite und offerieren Kunden sowie Vermittlern zahlreiche Sonderleistungen, wie erweiterte Stundungsregelungen sowie kostenfreie Notfalldeckung.  

Mit der HDI und der Swiss Life gibt es nun zwei weitere Versicherer, die auf die Krise mit veränderten Regelungen reagieren. So bietet die Swiss Life für ihre Produkte die Möglichkeit zur Beitragsstundung bzw. -freistellung für einen Zeitraum von sechs Monaten an. „Bei Biometrie-Produkten empfehlen wir die Stundung, bei Altersvorsorgeprodukten die befristete Beitragsfreistellung“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Für diesen Zeitraum würden auch die Provisionsrückforderungen gestundet.  

Zudem sollen Vermittler schneller an ihr Geld kommen. Hierfür hat die Swiss Life ihre Provisionsvergütung geändert. „Ab sofort führen wir eine wöchentliche Auszahlung ein und verzichten bis auf Weiteres auf einen vierzehntägigen Turnus. Damit erhalten unsere Geschäftspartner ihre Vergütung jetzt noch schneller“, teilt das Unternehmen mit.  

HDI gewährt Zahlungsaufschub

Einen Zahlungsaufschub von sechs Monaten gewährt auch die HDI Leben ihren Kunden. Diese können ihre Beitragszahlungen für bis zu sechs Monate bis längstens 31. Dezember 2020 aussetzen. Dies gelte sowohl für die betriebliche sowie die private Altersvorsorge und Biometrie-Produkte, wie beispielsweise BU-Versicherungen, teilten die Hannoveraner mit.  

Auch Vermittlern sollen durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen: „Grundsätzlich hat die ‚Corona-Pause' keinen Einfluss auf die Vergütung der Vermittler. Nur falls der Kunde die ausgesetzten Beiträge nicht nachzahlt und seinen Vertrag nach der Pause auch nicht fortsetzt, kann es zu Provisionsanpassungen kommen“, erklärt Wolfgang Hanssmann, im Vorstand der HDI Deutschland AG für Vertrieb und Marketing verantwortlich.  

Auch weitere Versicherer wie die Bayerische, LV 1871 und der Volkswohl Bund haben bereits ihre Vergütungsregelungen vermittlerfreundlich umgestaltet.

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