Corona-Leitfaden: Die wichtigsten Krisenmaßnahmen für Maklerbüros

Anne Hünninghaus Berater Top News Corona Meistgeklickt

Wie im Verdachtsfall handeln?

Im Weiteren geht es um das Verhalten im konkreten Verdachtsfall. Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter sich infiziert hat oder sich in einer Krisenregion aufgehalten hat? Hier gilt es zunächst zu prüfen, zu welchen Kunden und Kollegen Kontakt bestanden hat. Auch die Information der Gesundheitsbehörden und die Desinfektion der Arbeitsmaterialien des Betroffenen sind wichtige Punkte auf der Liste.

Sollte es im Betrieb zu einer behördlich angeordneten Quarantäne kommen, werden die weiteren Schritte von offizieller Seite vorgegeben. Sofern es zu einer Medienberichterstattung kommen sollte, wird in der MAXPOOL-Checkliste eine verschärfte Kommunikationssperre für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfohlen: „Die Außenkommunikation sollte in diesem Fall ausschließlich über die Geschäftsleitung erfolgen.“

Weitere Hinweise betreffen die offiziellen Regelungen zum Verdienstausfall: „Das Gesundheitsamt kann nach § 29 und § 30 Infektionsschutzgesetz Menschen unter Quarantäne stellen. Wenn der Betroffene krank ist, gelten die Regeln für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Diejenigen, die ohne Krankheit vorsorglich unter Quarantäne stehen, haben per Gesetz einen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe ihres Nettoentgeltes. Den übernimmt zunächst der Arbeitgeber; innerhalb von drei Monaten kann er nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen.“

Aber  auch Selbstständige und Freiberufler gehen nicht leer aus. Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch sie den einen Verdienstausfall ersetzt. Dabei geht die zuständige Behörde von dem Gewinn aus, der im Steuerbescheid für das letzte Kalenderjahr festgestellt wurde. Konkret ist dies im § 56 IfSG geregelt.

Größere Maklerunternehmen können sich im Falle von Umsatz und Gewinneinbrüchen auch mit dem Thema Kurzarbeit beschäftigen.

Übersicht des Gesundheitsministeriums

Informationen dazu, zu weiteren Präventionsmaßnahmen und dem Vorgehen im Falle einer Infektion, hat das Bundesgesundheitsministerium hier zusammengefasst: „Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt kontaktieren oder die 116117 anrufen – und zu Hause bleiben.“

Zudem gibt es die Möglichkeiten einer Betriebsunterbrechungsversicherung – wer eine solche rechtzeitig abgeschlossen hat und in dieser beispielsweise Quarantäne inbegriffen ist, kann sich glücklich schätzen.

Seite 1: Tipps zur Prävention
Seite 2: Wie im Verdachtsfall handeln?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare