Corona: 5 Punkte, die Makler jetzt beachten müssen

Corona Berater Top News von Norman Wirth

Versicherungsvermittler sind angesichts der Corona-Krise gegenüber ihren Kunden mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Rechtsanwalt Norman Wirth hat in diesem Zusammenhang 5 Punkte zusammengefasst, die Vermittler beachten sollten.

Hat 5 Tipps für Versicherungsvermittler erstellt, die diesen in der Corona-Krise weiterhelfen sollen: Rechtsanwalt Norman Wirth.

Hat 5 Tipps für Versicherungsvermittler erstellt, die diesen in der Corona-Krise weiterhelfen sollen: Rechtsanwalt Norman Wirth. Foto: AfW

Das Corona-Virus stellt auch Makler vor einige Herausforderungen. Nicht nur, weil Vermittler deutschlandweit ihre Büros schließen mussten und nun ausschließlich online mit ihren Kunden kommunizieren können. Doch auch im Umgang mit ihren Kunden sind Vermittler durch das Virus stark gefordert. "Es ist gerade jetzt die Zeit zu handeln und den Kunden Unterstützung zu bieten. Es ist aber auch dringend geboten", merkt der Berliner Rechtsanwalt und geschäftsführende AfW-Vorstand Norman Wirth an.

Um Makler in ihrer Arbeit zu unterstützen und Haftungsfälle zu vermeiden, hat Wirth fünf Punkte zusammengestellt, die Versicherungsvermittler beachten sollten.

1. Schäden melden

Versicherungsvermittler sollten proaktiv darauf hinwirken, dass von Betriebs- oder Praxisschließungen betroffene Gewerbekunden unverzüglich ihre Schäden bei der zuständigen Versicherung melden. Der Hintergrund ist eine besondere Rechtsprechung, welche Vermittler dazu verpflichtet, auch ungefragt tätig zu werden, wenn ihnen risikorelevante Umstände bekannt werden. Dies geschieht gerade regelmäßig. Versicherungsvermittler erfahren durch öffentliche Medien oder anderweitig von Schließungen und anhand der in ihrem Bestand befindlichen Versicherungsverträge ist erkennbar, welcher Kunde davon betroffen ist. Wir empfehlen die Meldung solcher Schäden unbedingt auch dann, wenn Versicherer bereits allgemein kommuniziert haben, dass für durch die Corona-Pandemie hervorgerufene Schäden kein Versicherungsschutz besteht. Denn in vielen Fällen sind die Versicherungsbedingungen zugunsten der Versicherungsnehmer auslegungsfähig und es besteht letztlich doch vertraglicher Versicherungsschutz.

2. Leistungsverweigerungen hinterfragen

Kunden, aber auch Vermittler sollten ablehnende Entscheidung nicht einfach hinnehmen und idealerweise von Fachanwälten überprüfen lassen. Gerade Versicherungsvermittler könnten in die Haftung geraten, wenn sie Leistungsablehnungen unkommentiert stehen lassen oder Kunden sogar davon abraten, gegen die Entscheidungen der Versicherer vorzugehen. Das gilt auch weiterhin ganz generell und aktuell auch vor allen Dingen bei Betriebsschließungsversicherungen.

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