Corona: 4 Tipps, um in die Online-Beratung einzusteigen

Anne Hünninghaus Digital Berater Top News Corona

Während der aktuellen Corona-Krise haben viele Makler mit Verdienstausfällen zu kämpfen. Ein guter Zeitpunkt, um sich dem Thema Online-Beratung zu widmen?

Wie gelingt der Start in die Online-Beratung?

Wie gelingt der Start in die Online-Beratung? Bild: Adobe Stock/verbaska

Distanz überwinden, empathisch sein, und proaktiv in den Kundenkontakt treten – darauf kommt es in Zeiten der Abschottung besonders an. Glaubt man Online-Verkaufstrainer Jan Helmut Hönle, ist nun also der ideale Zeitpunkt, um in die Online-Beratung einzusteigen. „Das Ziel, weitere Umsätze zu generieren, ist im jetzigen Krisenmodus zwar eher untergeordnet – aber die bestehenden Kundenkontakte zu pflegen ganz besonders wichtig.“

Seit elf Jahren versucht der Gründer einer Akademie für Video- und Onlineberatung Makler zu überzeugen, virtuell in Aktion zu treten. Nun, inmitten der Krise, steht sein Telefon plötzlich nicht mehr still, weil Vermittler aus Furcht vor Verdienstausfällen zum Umsatteln in Netz gezwungen sind. Der Berater begrüßt das und betont gleichzeitig: „Sich in der Online-Beratung professionell aufzustellen ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“ Hier seine wichtigsten Einsteigertipps.

1. Profi-Tools zahlen sich aus

Für manchen Makler heißt Online-Beratung, statt eines Telefonats einfach auf Videoanrufe zu setzen. Für den Anfang mag der Zusatz, das Gegenüber zu sehen, ausreichen. Dennoch lässt sich einiges mehr herausholen.

Zahlreiche Software-Anbieter bieten spezielle Tools für diese Zwecke an. Gerade die Vermittler, die der Online-Beratung skeptisch gegenüberstehen, wollen jedoch erst einmal kein Geld dafür ausgeben. „Wer den Nutzen noch nicht erkannt hat, möchte nicht zwischen 100 und 150 Euro monatlich investieren und wählt anfangs lieber Gratis-Software“, beobachtet Hönle. Diese sei dann aber meistens in der Nutzung weniger komfortabel und intuitiv – und könne somit Makler wie Kunden abschrecken. Hönles Tipp: „Setzen Sie besser von Anfang an auf ein höherwertiges Tool, um professionell durchstarten zu können. Bei den meisten Anbietern kann man eine Testversion einen Monat lang ausprobieren ohne sich dauerhaft festzulegen.“

Dank der verminderten Reisekosten und der generellen Zeitersparnis durch fehlende Anfahrten zum Kunden habe man diese Beträge schnell wieder aufgewogen, so die Erfahrung des Beraters.

2. Kommunikativ den Ball flach halten

Beim Kunden ist dem Experten zufolge kommunikativ erst einmal Zurückhaltung gefragt, wenn es um die Ankündigung einer Online-Beratung geht. Diese als solche zu benennen, sei ohnehin eher unklug: „Die meisten Kunden wissen dann überhaupt nicht, was auf sie zukommt.“ Sein Tipp: „Starten Sie zunächst ein ganz normales Telefonat und fragen Sie den Kunden darin, ob er Zugang zu einem Laptop, Tablet oder Smartphone sowie Internet hat. Dann können Sie ihm den Link zur entsprechenden Seite unkompliziert durchgeben und ihn bei diesem Prozess hin zum Videotalk begleiten.“ So würden eventuelle Hürden und Verunsicherungen – beispielsweise, ob spezielle Hard- oder Software benötigt wird, abgebaut.

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