blau direkt erweitert Poolverbund

Martin Thaler Berater

Erst im Februar hatte der Lübecker Maklerpool eine "organisatorische Kooperation" mit dem Konkurrenten WIFO vereinbart. Nun folgt mit der inpunkto AG ein Vertrieb für private Krankenversicherungen.

blau direkt mit Geschäftsführer Lars Drückhammer erweitert seinen Poolverbund.

blau direkt mit Geschäftsführer Lars Drückhammer erweitert seinen Poolverbund. Foto: blau direkt

Der Lübecker Maklerpool „blau direkt“ baut seinen „Poolverbund“ weiter aus.  Mit der inpunkto AG wurde nun ein weiteres Mitglied benannt. „inpunkto ist ein hochspezialisierter Vertrieb für die private Krankenversicherung“, erläuterte blau-direkt-CEO Lars Drückhammer. Die angeschlossenen Makler sollen durch diese Kooperation Vorteile beim Vertrieb von privaten Krankenversicherungen bekommen.  

Im Gegenzug verspricht man sich bei inpunkto technologische Vorteile, beispielsweise in Software-Fragen oder beim BackOffice. „blau direkt pflegt uns Daten und Dokumente vollautomatisch. Das spart immense Kosten ein“, sagte Marcus Börner, Vertriebsvorstand bei inpunkto.  

Erst im Februar hatte blau direkt eine „organisatorische Fusion“ mit dem Konkurrenten WIFO bekannt gegeben. Weitere Mitglieder des Poolverbundes sind die Pools Finanz-Zirkel und insuro sowie die Vertriebe Königswege und Value Factory.  

Weitere Kooperationen sind wahrscheinlich

Weitere Kooperationen dieser Art zwischen Maklerpools dürften wahrscheinlich sein. „Der Maklermarkt entwickelt sich in Richtung Oligopool“, erklärte Branchenexpertin Sabine Brunotte im procontra-Interview. Grund hierfür sei, dass große Pools wie Fonds Finanz zahlreiche Leistungen frei zur Verfügung stellen würden. Kleinere Pools und Vertriebe können sich umfangreiche Digitalisierungsmaßnahmen jedoch nicht leisten. Kooperationen sind deshalb ein probates Mittel, diese Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen.

Der Konsolidierungsdruck dürfte in Zukunft noch stärker werden, glaubt blau-direkt-Gründer Oliver Pradetto – auch, weil möglicherweise neue Akteure, wie Amazon oder der chinesische Technologie-Gigant Ping An den deutschen Markt für sich entdecken könnten.  „Diese werden nochmal ein ganz anderes Ausmaß an Konsolidierungsdruck entfachen“, ist Pradetto überzeugt.

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