Beratung: Auf diese 4 Aspekte setzt die junge Generation

Anne Hünninghaus Digital Berater Top News

Viele junge Menschen vernachlässigen die Absicherung ihrer Arbeitskraft sowie Altersvorsorge. Woran liegt das? procontra sprach mit Jugendforscher Klaus Hurrelmann, wie sich junge Menschen von Versicherungen überzeugen lassen.

Wie vermittelt man Versicherungen an die junge Generation?

Wie vermittelt man Versicherungen an die junge Generation? Bild: Adobe Stock/gpointstudio

Mehr als die Hälfte der zwischen 17- und 27-Jährigen fürchtet sich vor Altersarmut. Dennoch bemüht sich die Mehrheit nicht um ihre private Altersvorsorge. Auch Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit scheinen den Großteil der Vertreter der so genannten Generation Z wenig zu interessieren.

„Das Bewusstsein darüber, dass sie eines Tages von Altersarmut bedroht sein könnten, ist definitiv vorhanden“ sagt Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Metallrente Studie, einer repräsentativen Umfrage, die regelmäßig die Einstellungen und Handlungen junger Menschen in Bezug auf die Themen Finanzen und Vorsorge untersucht.

An der grundsätzlichen Einsicht mangelt es also nicht: „In unserer Umfrage stimmten mehr als 70 Prozent der befragten 17- bis 27-Jährigen zu, sich frühzeitig um ihre Alterssicherung kümmern zu müssen“, sagt Hurrelmann. Scheitert es also an der Bequemlichkeit? „Der Großteil der Millennials sieht sich überfordert angesichts der Vielzahl von Anbietern und Produkten.“ Das betreffe insbesondere die Altersvorsorge, ein komplexes Feld mit ihren staatlichen Renten, Betriebsrenten und privaten Vorsorgemaßnahmen. „Da steigen viele aus.“ Ein anderer Teil sehe sich schlichtweg finanziell nicht in der Lage, einen monatlichen Beitrag zu leisten. Das Ergebnis ist also: Zwei Drittel der Jungen sorgen überhaupt nicht vor.

Für die Beratung lässt sich daraus ableiten, dass es mehr darum geht zu überzeugen, statt für das Thema zu sensibilisieren. Jugendforscher Hurrelmann zufolge ist in die DNA dieser Generation eingeschrieben, dass nichts kalkulierbar ist. Das Lebensgefühl, dass alles offen ist, verängstigt sie aber nicht – sie wissen ganz genau, wie man improvisiert, für alles gibt es einen Plan B. Sich nun aktiv und aus eigenem Antrieb für ein Versicherungsprodukt zu entscheiden, überfordert die meisten. Hurrelmann: „Lieber wäre ihnen ein fest geschnürtes Versicherungspaket, das bestenfalls gesetzlich festgelegt und staatlich abgesichert ist. Diese Generation bevorzugt vorgegebene Modelle, die transparent und überschaubar sind.“

Worauf kommt es im Umgang mit der Generation Z also besonders an?

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