5 Fakten zur Extrarente, die Makler kennen sollten

Berater Florian Burghardt

Statt Riester zu reformieren, will die vzbv ihr Modell der „Extrarente“ durchdrücken. Ein aktuelles Gutachten gibt den Verbraucherschützern dabei Auftrieb. Kosten, Opt-out, Kritik: Was Makler zur „Extrarente“ wissen sollten, hat sich procontra angesehen.

Die "Extrarente" der Verbraucherschützer ist noch lange keine beschlossene Sache. Aber Makler sollten das Konzept ruhig kennen.

Die "Extrarente" der Verbraucherschützer ist noch lange keine beschlossene Sache. Aber Makler sollten das Konzept ruhig kennen. Bild: Pixabay

Die Altersvorsorge über Riester-Produkte entwickelt sich seit einigen Jahren negativ. Politik und Versicherungswirtschaft wollen Riester wieder attraktiver machen. Im Raum steht beispielsweise eine Absenkung der Garantie auf die eingezahlten Beiträge und Zulagen auf 80 Prozent, um für die Kunden wieder mehr Rendite zu erwirtschaften. Aktuell läuft in Berlin bereits ein Riester-Reformdialog – allerdings hinter verschlossenen Türen. Das sorgt für große Wellen in der Branche: Bis dieser abgeschlossen ist will etwa die Debeka Lebensversicherung kein Riester-Neugeschäft mehr zeichnen.

Verbraucherschützer kritisieren die Riester-Rente schon länger, vor allem aufgrund der Kosten, die die Anbieter kassieren. Da sich eine Reform der Angebote nun schon einige Zeit hinzieht, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im vergangenen Jahr die Initiative ergriffen und mit seiner „Extrarente“ eine Alternative zur Riester-Rente zur Diskussion gestellt.

Wissenschaftliches Gutachten

Dass die „Extrarente“, wie vorgeschlagen, ein rechtskonformes Modell wäre, haben dem vzbv bereits zwei wissenschaftliche Gutachten der Philipps-Universität Marburg und der Universität Regensburg bestätigt. Nun liegt ein weiteres Gutachten der Philipps-Universität Marburg vor. Der Autor, Professor Markus Roth, macht darin auch schon konkrete Vorschläge, wie das Altersvorsorgemodell der Verbraucherschützer organisiert werde kann.

Seine Erkenntnisse, eine grundsätzliche Übersicht zur „Extrarente“ sowie Kritikpunkte und offene Fragen haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengestellt.

5 Fakten zur „Extrarente“

„Extrarente“ will vorrangig in Aktien anlegen
Die „Extrarente“ des vzbv soll ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt für die private Altersvorsorge sein. Die Verbraucherschützer kritisieren bei Riester unter anderem die starren Garantien, durch die Renditemöglichkeiten gebremst werden. Deshalb soll bei ihrer Variante vorrangig eine breit gestreute Anlage in Aktien erfolgen, die erst zum Renteneintritt hin auf sichere Anleihen umgeschichtet werden soll. An ihr Geld sollen die Verbraucher allerdings erst zum Renteneintritt überhaupt herankommen können, was mit einer besseren Kalkulierbarkeit der Rendite begründet wird. Bild: AdobeStock/adrian_ilie825
 
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