Zielgruppe Familien: Warum das Neugeschäftspotenzial enorm ist

Berater Zielgruppenansprache Top News von Stefan Terliesner

Schutz für wenig Geld

Letztere sind in jungen Jahren bereits für relativ wenig Geld zu haben. Hierauf weist auf Anfrage zum Beispiel Thomas Wesel, Produktmanager Altersvorsorge bei der Volkswohl Bund Lebensversicherung, hin: „Junge Familien sollten sich früh um die Absicherung der Kinder kümmern. Hierfür eignet sich aus meiner Sicht eine Grundfähigkeitsversicherung wie €xistenz. Es gibt sie schon für Schüler ab fünf Jahren und sie beinhaltet eine BU-Option bis zum 30. Lebensjahr.“ Wohl nicht erwähnt werden muss, dass €xistenz ein Produkt von Volkswohl Bund ist.

Wesel, selbst Familienvater, betont – nach Privathaftpflicht-, Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung – auch den Nutzen einer zusätzlichen staatlich geförderten Altersvorsorge, der Riester-Rente. „Durch die längere Ansparzeit kommen nennenswerte Rentenhöhen zusammen. Darüber hinaus ist die Riester-Rente insbesondere für Eltern besonders renditestark durch die hohen Zulagen.“ Die Deutsche Familienversicherung schließlich betont auf Nachfrage die Bedeutung einer privaten Pflegeversicherung. Nur circa 5 Prozent der Bundesbürger hätten eine solche Police, doch 66 Prozent würden einmal in ihrem Leben zum Pflegefall. Und kaum jemand wisse, wie hoch dann die Kosten liegen. Seit 2016 mussten bereits rund 450.000 Menschen aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit Sozialhilfe beantragen. Ebenfalls wichtig: Das Geld holen sich die Behörden dann nach Möglichkeit von den Kindern der pflegebedürftigen Eltern zurück.

Breiter Bedarf an Produkten

Bereits diese Ausführungen zeigen, dass junge Familien eine Zielgruppe mit einem breiten Bedarf an Finanzprodukten sind. Nicht unerwähnt bleiben sollen noch die Hausratversicherung und – nur für Hauseigentümer – die Wohngebäudeversicherung. Auch an dieser Stelle heben die Fachleute von vfm Zusatzleistungen hervor, die noch vor Jahren undenkbar gewesen seien. So würden moderne Konzepte Einschlüsse enthalten, „die sich am modernen und progressiven Leben heutzutage orientieren“. Eine Cyberklausel etwa biete finanzielle Hilfe bei der Rettung zerstörter Daten oder bei Vermögensschäden durch Fake-Shops.

Das sind Internet-Kaufseiten, hinter denen in Wirklichkeit kein Geschäft steckt. Die Seite soll Kunden lediglich zum Überweisen eines Geldbetrags verleiten. Auch Leistungsbausteine wie Unbenannte-Gefahren-Deckung sicherten heute Schäden ab, die erst allmählich bei den Kunden ins Bewusstsein rückten – zum Beispiel wenn Kinder in der Wohnung toben und den neuen, teuren 65-Zoll-UHD-Fernseher irreparabel beschädigen. Unbenannte-Gefahren-Deckung ergebe mitunter auch bei Wohngebäudeversicherungen Sinn, berichtet vfm. Und dass Elementarschäden versichert sein sollten, sei eh „unumgänglich“.

Fazit: Junge Familien haben einen immens breiten Absicherungs- und Vorsorgebedarf, wodurch sich für Versicherungsmakler und Finanzanlagenvermittler zahlreiche Cross-Selling-Ansätze ergeben. Oft geht es um nicht weniger als die Absicherung der finanziellen Existenz: Schadensersatzpflicht, Arbeitskraft, Tod, Unfall, Krankheit, aber auch Hausrat und Wohngebäude. Durch die Geburt eines Kindes steigt bei vielen Eltern das Sicherheitsbedürfnis und damit das Interesse an einer guten medizinischen Versorgung des Kindes und der ganzen Familie sowie das Interesse an der Bildung finanzieller Rücklagen für das Kind. Vor allem auch der sich ständig verändernde Bedarf ist für Makler und Berater ein Anreiz, sich auf diese Zielgruppe zu spezialisieren, da immer wieder Potenzial für Neugeschäft entsteht.

Hinweis: Der Text erschien zuerst mit Zusatzmaterial in der Ziegruppen-Spezial-Ausgabe der procontra.

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