Zielgruppe Familien: Warum das Neugeschäftspotenzial enorm ist

Berater Zielgruppenansprache Top News von Stefan Terliesner

Auf Begrifflichkeiten achten

Wünschen Eltern eine Zahnzusatzversicherung für ihre Kleinen, sollte diese auch solche kieferorthopädischen Leistungen umfassen, die nicht oder nur teilweise von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Bei einer Unfallversicherung sei auf einen erweiterten Begriff „Unfall“ zu achten, so dass etwa auch Nahrungsmittelvergiftungen oder allergische Reaktionen durch Insektenstiche gedeckt sind. Und ein Kinderinvaliditätsschutz sollte in den ersten Lebenswochen abgeschlossen werden und eine lebenslange Rentenzahlung vorsehen. „Zahlt der Versicherer nur bis 67 Jahre, droht dem invaliden Kind Altersarmut“, warnt Bohmsen.

Für Kinder über zehn Jahren biete sich ein Schulunfähigkeitsschutz an, der sich im Erwachsenenalter ohne Gesundheitsprüfung zur Berufsunfähigkeitsversicherung ausbauen lässt. Und für den Todesfall schließlich sollten sich Eltern mit einer Risikolebensversicherung absichern. Anstelle eines gemeinsamen Vertrags seien jedoch häufig zwei separate Policen sinnvoll, die beide Elternteile „über Kreuz“ abschließen.

Alles hängt an der Arbeitskraft

Generell sind existenzielle finanzielle Risiken zuerst abzusichern. Dazu zählt auch die Absicherung des Einkommens des Allein- oder Hauptverdieners. vfm weist an dieser Stelle darauf hin, dass sich die Rollenaufteilung von Mann und Frau im Laufe der Zeit verändert habe – der Vater gelte nicht mehr nur als „Ernährer“, sondern nehme zum Beispiel durch Elternzeit aktiv am Familienleben und an der Erziehung teil. Das sei nicht ohne Folgen für den Absicherungsbedarf junger Familien geblieben. Statt auf dem Schutz des Familienoberhaupts liege der Fokus heute auf Absicherung der Kinder und der gesamten Familie. Grundlage sei und bleibe aber die Absicherung der Arbeitskraft.

Zu prüfen sei insbesondere, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorliegt und, wenn dies der Fall ist, ob die darin versicherte Rente ausreicht, um das aktuelle Einkommen der Familie im Fall des Falles aufzufangen. Mitunter sei auch für die Hausfrau oder den Hausmann eine Absicherung möglich und nötig. Die Leistungen hieraus könnten dann zum Beispiel für die Beschäftigung einer Haushaltshilfe verwendet werden. Generell könne die Arbeitskraftabsicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder durch eine Police für den finanziellen Schutz bei Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Knien oder Autofahren erfolgen.

Seite 1: Ideal für Weiterempfehlungen
Seite 2: Beratung muss ganzheitlich sein
Seite 3: Auf Begrifflichkeiten achten
Seite 4: Schutz für wenig Geld