Vermittler know-how: So gelingt die Fondsauswahl

Finanzanlagenvermittlung Berater von Oliver Lepold

Ranglisten, Ratings und Rankings

Viele Ranglisten aus dem Medien beruhen auf kurzfristigen Performance-Vergleichen, die nicht sehr aussagekräftig sind. Besser ist die Analyse der Performance über drei, fünf oder zehn Jahre – aber auch hier blickt man ausschließlich auf die Vergangenheit. Dies ist ein Ranking. Es liefert nur Informationen, wie gut oder schlecht die Performance eines Fonds innerhalb einer Gruppe vergleichbarer Fonds in der Vergangenheit war. Ein Fondsrating hingegen umfasst eine Wahrscheinlichkeitsaussage über die künftige Wertentwicklung. Bei qualitativen Fondsratings beziehen die Analysehäuser durch Besuche und Gespräche vor Ort den Managementprozess und viele weitere aktuelle Kriterien in die Bewertung mit ein. Qualitative Ratings können daher eine gute Orientierung geben, sollten aber nicht ausschließlich die Anlage-Entscheidung beeinflussen.

Währungsrisiken

Ist der Fonds in Euro oder in einer anderen Währung notiert? Entscheidend ist am Ende die Rendite in Euro. An ausländischen Aktienmärkten außerhalb der Eurozone besteht ein Währungsrisiko. Es ist umso größer, je kürzer der Anlagezeitraum ausfällt und je gewichtiger das Kapital auf einzelne Währungen konzentriert wird. Durch eine ausreichende Streuung und einen längeren Anlagehorizont vermindert sich das Risiko. Währungsrisiken lassen sich zudem kostenpflichtig absichern.

Sparplan- und Entnahmeplanfähigkeit

Kann der Fonds auch im Rahmen eines Sparplans bespart werden? Dies ist ein Vorteil, wenn es um den Vermögensaufbau geht, denn der Sparer profitiert so vom Cost-Average-Effekt. Die Einrichtung eines Entnahmeplans sollte zudem möglich sein, so kann später aus dem Guthaben problemlos eine Rente ausbezahlt werden.

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