Vermittler know-how: So gelingt die Fondsauswahl

Finanzanlagenvermittlung Berater von Oliver Lepold

Das Angebot an Investmentfonds ist enorm, hierzulande können Privatanleger in mehr als 9.000 Fonds unterschiedlicher Ausrichtung investieren. Die Welt der Kapitalanlage ist bunt und voller Risiken. Den richtigen Mix bei der Fondsauswahl zu finden, ist daher für Berater und ihre Kunden eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die richtige Fondsauswahl ist für Berater und ihre Kunden eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die richtige Fondsauswahl ist für Berater und ihre Kunden eine anspruchsvolle Aufgabe. Bild: AdobeStock/Sunny Studio

Bevor es an die konkrete Auswahl geht, erstellt der Fachmann daher zunächst einen Überblick über die Ziele und Wünsche des Kunden, seine bisherigen Anlageerfahrungen, den geplanten Anlagehorizont und die grundsätzliche Risikobereitschaft des Kunden. Anhand dieses persönlichen Risikoprofils lassen sich die in Frage kommenden Fonds eingrenzen.

Eine überwiegende Anlage in Aktienfonds setzt generell voraus, dass der Anleger mit seiner Renditeorientierung auch eine gewisse Risikobereitschaft verbindet. Das heißt, er muss es verkraften können, wenn die Performance über die Laufzeit hinweg schwankt und der Fonds zwischenzeitlich auch einmal Verluste macht. Wer mit großem Sicherheitsbedürfnis eher kurzfristig investieren möchte, braucht definitiv eine andere Anlagelösung. Aktienfonds erfordern in der Regel einen langfristigen Anlagehorizont.

Diese Kriterien und Kennzahlen können bei der Anlageentscheidung helfen:

Fondsvolumen

Ist das Fondsvolumen dauerhaft zu klein, droht dem Fonds eine Schließung oder eine Zusammenlegung mit anderen Fonds desselben Investmenthauses. Nur Fonds bestimmter Größe sind rentabel. Wo diese kritische Größe liegt ist umstritten, Experten nennen häufig die Zahl von 5 Millionen Euro.

Volatilität

Diese Kennzahl drückt die Schwankungsbreite eines Fonds um seinen mittleren Wert in einem bestimmten Zeitraum aus. Fonds mit hoher Volatilität schwanken stärker als Fonds mit niedrigerer Volatilität. Je höher die Volatilität, desto größer sollte der Anlagehorizont sein, um Schwankungen auszugleichen.

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