Türöffner fürs Kundengespräch: 3 Tipps für die erfolgreiche Vermittlung von Finanzanlagen

Finanzanlagenvermittlung Berater von Stefan Terliesner

Die Bundesbürger lassen unfassbar viel Geld einfach zinslos herumliegen. Das muss nicht sein. Nur ein paar Mausklicks weiter winken Zinsen und Erträge.

Die meisten Bundesbürger bleiben in Sachen Geldanlage weit hinter ihrem Potenzial zurück. Bild: AdobeStock/Irene_Geo

Die meisten Bundesbürger bleiben in Sachen Geldanlage weit hinter ihrem Potenzial zurück. Mit minimalem Aufwand wären ein paar hundert Euro mehr im Jahr möglich; bei größeren Anlagebeträgen auch vierstellige Zusatzerträge. Das geht ganz schnell mit der Einrichtung eines Festgeldkontos. Wichtig für Makler: Für die Vermittlung ist keine Zulassung als Finanzanlagenvermittler gemäß 34f Gewerbeordnung notwendig.

1,7 Billionen Euro als Bargeld und auf Girokonten

Zunächst zum Ist-Zustand in Deutschland. Laut aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank lassen die Menschen zwischen Flensburg und Garmisch sagenhafte 1,7 Billionen Euro quasi einfach so herumliegen. Das sind 1.700 Milliarden Euro! Die Währungshüter sprechen hier von Bargeld und Sichteinlagen. Der zuletzt genannte Begriff ist erklärungsbedürftig: Bei Sichteinlagen handelt es sich um Bankguthaben, für die keine Laufzeit vereinbart ist oder deren Laufzeit oder Kündigungsfrist weniger als einen Monat beträgt. In der Regel handelt es sich also um die Beträge auf einem Girokonto, über die der Inhaber jederzeit – also auf Sicht – verfügen kann.

Da liegt das Geld nun – zinslos und ungenutzt. Nach Abzug der Inflationsrate von ein bis zwei Prozent pro Jahr wie in den vergangenen Jahren, bedeutet das sogar einen Verlust an Kaufkraft. Aber es kommt noch schlimmer: Immer mehr Banken verlangen ein Verwahrentgelt von ihren Kunden. Zwar wird der Strafzins fast immer nicht ab dem ersten Euro fällig, sondern erst jenseits eines Freibetrages von 10.000 Euro bis zu Millionenbeträgen. Aber das Sparen Geld kostet, ist eine verkehrte Welt.

Verhalten überdenken

Umso wichtiger ist es, dass jeder Sparer sein Verhalten überdenkt. Jenseits einer immer notwendigen Liquiditätsreserve sollte Geld zumindest zinsbringend angelegt werden. Ein Festgeldkonto bietet sich hier an. Bei Vergleichsportalen wie biallo.de, und fmh.de finden Interessierte in wenigen Sekunden ein passendes Angebot. Aktuell zum Beispiel bietet die FCA Bank aus Italien für 10.000 Euro zu 24 Monate fest angelegt einen Guthabenzins von 1,05 Prozent. Für Summen bis zu 100.000 Euro gilt EU-weit eine gesetzliche Einlagensicherung. Geht eine Bank Pleite, springt der jeweilige Staat ein. Damit wird das Länderrating relevant. Italien wird von Standard & Poor´s mit BBB eingestuft. Das entspricht einer guten Sicherheit. Das zweithöchste Angebot von der österreichischen Bank Kommunal Kredit bietet einen Zins von 0,75 Prozent. Das Rating Österreichs lautet AA+, was hohe Sicherheit bedeutet.

Ausländische Banken bieten mehr

Noch höhere Guthabenzinsen finden Interessierte aktuell über weltsparen.de, nämlich 1,25 Prozent von der italienischen Solution Bank. Bei weltsparen.de können Anleger auch direkt ein Konto eröffnen. Denn hierbei handelt es sich um eine Online-Plattform für Zinsangebote. Das heißt: Mit einem Weltsparen-Konto können Kunden in Deutschland Festgeld- und Tagesgeldkonten bei Banken insbesondere im europäischen Ausland eröffnen. Der Kunde muss sich nur einmal für das Weltsparen-Konto identifizieren. Für ein Konto bei Weltsparen fallen für den Kunden keine Kosten an. Die Plattform finanziert sich aus Provisionen, die die Partnerbanken ihr zahlen. Die Kontoführung und den Zahlungsverkehr des Weltsparen-Kontos wickelt die Raisin-Bank in Frankfurt am Main ab.

Beachten sollten Kunden, dass die Banken auf der Plattform aus unterschiedlichen Ländern stammen, deren finanzielle Stabilität sich erheblich unterscheidet. Das gilt auch für die Finanzkraft der einzelnen Banken. Ein Kunde muss also selbst entscheiden, ob er bereit ist, für die höheren Guthabenzinsen im Vergleich zu einer Festgeldanlage in Deutschland auch ein größeres Risiko einzugehen. Ein Ansatz wäre auch, sich nur auf Angebote von Banken aus Staaten mit Rating AA- oder besser zu beschränken. Auf diese Weise jedenfalls könnten Bundesbürger mehr aus ihrem Bargeld und ihren Sichteinlagen herausholen. 1.700 Milliarden Euro einfach zinslos rumliegenzulassen ist gleichbedeutend mit dem Verlust an Kaufkraft.

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