So nutzen Vermittler einen Robo-Advisor

Finanzanlagenvermittlung Berater von Michael Fiedler

Vermittler nutzen verstärkt hybride Beratungsansätze. Robo-Advisor können das unterstützen. Doch worauf ist dabei zu achten?

Robo-Advisor erfolgreich in der Beratung einsetzen: So geht es.

Hybride Vermittler setzen auf menschliche Stärken und Technik. Wie Robo-Advisor in der Beratung eingesetzt werden. Bild: Adobe Stock/Andrey Popov

Spricht man von hybriden Beratungsansätzen, meint man die sinnvolle Verknüpfung von Mensch und Software. Robo-Advisor sind ein gutes Beispiel dafür. Doch wie setzt man sie in der Beratung ein? Sind solche Robo-Advisor für jeden Anleger geeignet und gibt es Tipps, die Vermittler beachten sollten?
Das Portal brokervergleich.de aus Leipzig, das sich schon länger mit Robo-Advisor beschäftigt, hat Antworten auf diese Fragen und Tipps für procontra zusammengestellt.

  • Idealerweise ergänzen sich die Prozesse, d. h. persönliche Beratung und „emotionslose“ Datenanalyse des „Roboters“. Das bezieht sich z. B. auf die Risikoeinstufung und den (automatisierten) Onboarding-Prozess. Der Berater baut ein Vertrauensverhältnis auf, erschafft mit dem Kunden gemeinsam die Datengrundlage. Dann wird beim Robo-Advisor diese Datenbasis verarbeitet und eine Anlagestrategie erstellt. Im zweiten Schritt wird die Kontoeröffnung erleichtert.
  • Wichtig: Ist eine digitale Geldanlage überhaupt im Sinne des Kunden? Wenn jener keine Affinität zu entsprechenden „Roboter“-Modellen hat, dann ist eine Anlage, basierend auf einem Algorithmus durch einen Robo-Advisor ggf. nicht die richtige Lösung. Klingt trivial, ist aber relevant.
  • Nicht unterschätzen! Bei digitalen Vermögensverwaltungen wird für Vermittler ggf. ein zusätzlicher Mehraufwand in der Beratung entstehen. Grund: Transparenz ist bei Robo-Advisorn oberstes Gebot. Kostenstruktur, Aufbau der Portfolios, welche Emittenten und ggf. Produktpartner werden genutzt, wie funktioniert ein aktives/passives Risikomanagement etc.
  • Alternativen aufzeigen: Robo-Advisor sind sicherlich eine bequeme und einfache Art, sein Geld in Wertpapiere (vorwiegend ETFs/Fonds) zu investieren – z.B. als ETF-Sparplan. Evtl. kann es aber effizienter bzw. kostengünstiger sein, das Geld direkt in ETFs oder einen ETF-Sparplan zu investieren. Es gilt die Vor- und Nachteile jeweils individuell abzuwägen.
  • Unterm Strich zählt immer die Performance, kurz: die Rendite. Was kann der Kunde erwarten und wie sind die Aussichten?
    Zur Orientierung bietet brokervergleich.de einen Echtgeld-Test, in dem echtes Geld in derzeit 20 Anbieter investiert und damit eine monatliche Vergleichsbasis geschaffen wird. Das bildet eine solide Grundlage.
  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare