PIM Gold: Gläubigeransturm führt zu Verzögerung

Martin Thaler Sachwerte

160 Gläubiger hatten sich angemeldet, mehr als doppelt so viele erschienen. Nun musste die Versammlung verschoben werden - ein neuer Termin ist bereits gefunden.

PIM Gold-Gläubigerversammlung verschoben

Zur Gläubigerversammlung in Offenbach tauchten viel mehr Geschädigte auf als vom Gericht erwartet worden waren. Bild: Adobe Stock/Couperfield

160 geschädigte Anleger des Goldhändlers PIM Gold hatten sich für die Gläubigerversammlung an diesem Freitag in Offenbach angemeldet – am Ende überstieg der Andrang das Fassungsvermögen des Versammlungssaals und führten zu einer Verschiebung der Versammlung.  

Laut Informationen des zuständigen Insolvenzverwalters Dr. Renold Metoja waren letztlich 400 Gläubiger erschienen – der Mariensaal der Katholischen Kirchengemeinde fasst allerdings nur 300 Personen.  

Da die Gläubiger allerdings das Recht haben, an der Gläubigerversammlung teilzunehmen und abzustimmen, war aus Sicht des Amtsgerichts eine Verlegung der Veranstaltung unumgänglich. Als neuen Termin setzte das Amtsgericht den 24. März 2020 fest – dann kommen die Gläubiger in der Stadthalle Langen (Landkreis Offenbach) zusammen. Wie groß der Andrang an diesem Tag sein wird, lässt sich schwer abschätzen. Zwar sind Anmeldungen empfehlenswert, da sie dabei helfen, einen geeigneten Versammlungsort zu finden. Verpflichtend sind sie allerdings nicht.

Mit dem neuen Veranstaltungsort geht das Amtsgericht aber offenbar auf Nummer sicher: So sollen in Langen insgesamt Platz für 900 Personen sein.

Insgesamt haben gegenüber dem Insolvenzverwalter rund 6.600 Gläubiger Forderungen angemeldet. Bedient werden können diese aus bislang rund einer Tonne beschlagnahmten Gold, wie Metoja zuletzt gegenüber procontra bestätigte.

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