Zahnzusatzversicherung: Für Kinder besonders wichtig

Pflege- und Zusatzversicherung Berater von Tom Roser

Zahnärzte raten Kindern ab zweieinhalb Jahren zur ersten zahnärztlichen Untersuchung. Wieso sich Eltern schon zu diesem Zeitpunkt Gedanken über eine Zahnzusatzversicherung machen sollten, zeigen folgende Beispiele.

Damit sich beim Lächeln keine (Finanzierungs-)Lücke ergibt.

Damit sich beim Lächeln keine (Finanzierungs-)Lücke ergibt. Bild: Adobe Stock/ulkas

Bekommen Kinder ihre ersten Zähne, ist der Zahnschmelz gerade zu Beginn der Entwicklung noch nicht voll entwickelt. Die Milchzähne sind dann entsprechend empfindlich und besonders anfällig für Karies. Auch wenn Milchzähne nicht permanent sind, haben sie doch eine wichtige Platzhalterfunktion für das dauerhafte Gebiss und sollten möglichst lange erhalten werden. Müssen die Zähnchen gezogen werden, kann das zu einer bleibenden Fehlentwicklung der Zahnstellung des dauerhaften Gebisses führen.

Milchzähne sind besonders empfindlich

Umso wichtiger ist es, Milchzähne möglichst bis zum Zahnwechsel zu erhalten und bei Karies fachgerecht zu behandeln. Wie im Erwachsenenalter, kann auch bei Kindern beim Kariesbefall zwischen verschieden Füllungsarten gewählt werden. Erste Wahl ist hier meistens die Kunststofffüllung. Diese ist nicht nur sehr hochwertig, sondern hält auch sehr lange, wodurch Füllungen seltener und speziell bei Milchzähnen teilweise gar nicht erneuert werden müssen. Die Kassenleistung deckt jedoch nur Kunststofffüllungen für den Frontzahnbereich ab. Im Seitenzahnbereich müssen ohne Zahnzusatzversicherung bis zu 50 Prozent der Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden.

Wird Karies nicht rechtzeitig behandelt, kann auch bei Kindern eine Wurzelbehandlung notwendig werden. Gerade wenn sich bereits Eiter an der Zahnwurzel gebildet hat oder der Kieferknochen von Bakterien befallen ist, können hier ein hoher Behandlungsaufwand und damit entsprechend hohe Kosten anfallen.

Hohe Kosten bei Zahnunfällen

Wenn Kinder spielen, toben und klettern, sind kleinere und größere Verletzungen ganz alltäglich. Jedes zweite Kind hat im Schnitt bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres bereits einen Zahnunfall gehabt. Bei sportlich aktiven Kindern ist das Risiko besonders hoch. Egal ob Brücke, Krone oder sogar Prothese, hochwertiger Zahnersatz ist oft nicht von der Regelversorgung abgedeckt und kann hohe Folgekosten nach sich ziehen.

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