Verkaufsargument stationäre Zusatzleistungen

Pflege- und Zusatzversicherung Berater von Gerald Herde

Gesetzlich Versicherte landen meist im Mehrbettzimmer eines vorgegebenen Krankenhauses. Wie Sie Ihre Kunden von den Vorteilen eines Ein- oder Zweibettzimmers, der Chefarztbehandlung und einer freien Klinikwahl überzeugen.

Die beste Wahl zum Gesundwerden.

Die beste Wahl zum Gesundwerden. Bild: Adobe Stock/Monkey Business

Trotz mancher Sensationsberichte über vermeintliche Mängel ist die Krankenhausversorgung in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch gesetzlich Versicherte werden gut behandelt. Allerdings zahlen die Krankenkassen nur eine medizinisch notwendige Grundversorgung der Patienten und keine darüber hinaus gehenden Leistungen.

Wahlleistung Chefarztbehandlung

Operationen etwa werden von den Ärzten vorgenommen, die gerade zur Verfügung stehen. Das sind eher selten Chefärzte, deren Stellvertreter oder bekannte Spezialisten. Denn diese lehren oft noch zusätzlich an Universitäten oder sind mit organisatorischen und personellen Dingen beschäftigt. Wer jedoch Wert darauf legt, von einem speziellen Experten oder eben dem Chefarzt behandelt zu werden, muss dies privat aus der eigenen Tasche zahlen. Oder er schließt dafür eine stationäre Zusatzversicherung bei einem privaten Versicherer ab.

Wahlleistung freie Krankenhauswahl

Zuerst unterschreiben der Patient und das Krankenhaus einen Vertrag über die jeweilige Wahlleistung. Abgerechnet werden die Leistungen dann nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Der Versicherte erhält eine Rechnung, die er selbst bezahlt, und sich dann von seinem gewählten Privatversicherer erstatten lässt.

Im Versicherungsschutz enthalten ist meist auch die freie Krankenhauswahl. So muss nicht die nächstgelegene Klinik aufgesucht werden. Das kann ein wichtiger Vorteil sein, da einzelne Krankenhäuser oft in bestimmten Fachbereichen führend sind. Teilweise bieten diese auch ausgefallene Behandlungen an, die nur wenige Spezialisten in Deutschland überhaupt beherrschen, und die über ausreichend Erfahrungen in diesem Gebiet verfügen. Außerdem gibt es Kliniken, in denen der Personalnotstand recht hoch ist. Zusatzversicherte können Empfehlungen von Bekannten oder des eigenen Hausarztes folgen und sich dort behandeln lassen, wo die personelle Situation oder Ausstattung besonders gut ist.

Wahlleistung Ein- oder Zweibettzimmer

Eines der häufigsten Argumente für einen stationären Zusatztarif ist aber die Möglichkeit einer angenehmeren Unterbringung. Wer verbringt schon gern mehrere Nächte in einem Zimmer mit mehreren völlig Fremden. Noch dazu kranken oder gebrechlichen Personen. Daher wird die Wahlleistung Ein- oder Zweibettzimmer von vielen gesetzlich Versicherten zu ihrem Grundschutz hinzu gebucht. Denn allein oder mit nur einem Zimmerpartner erholt man sich natürlich besser und schneller von einer Operation. Außerdem bleibt die Privatsphäre eher erhalten, gerade in einer Situation, in der es einem nicht so gut geht und man lieber für sich bleibt. Und wenn die Angehörigen einen besuchen und nach dem Gesundheitszustand fragen, hören eben nicht noch mehrere fremde Personen zu.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare