So will Generali den Umgang mit Daten lockern

Digital Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Die nächste Generation von Generali Vitality-Produkten ist auf dem Vormarsch. Doch die Kunden müssen dazu Vertrauen fassen, da sensible Gesundheitsdaten im Spiel sind. Wie das gelingen kann, zeigte der „Digital Day“ der Generali in Berlin.

Bei Vitality bestimmen die Kunden über ihre Daten und damit über den Grad der Individualisierung, sagte Generali Deutschland-Chef Giovanni Liverani.

Bei Vitality bestimmen die Kunden über ihre Daten und damit über den Grad der Individualisierung, sagte Generali Deutschland-Chef Giovanni Liverani. Bild: Generali/Bernd Brundert

Der Generali-Konzern hatte gleich drei Vorstände und seine Berlin-Chefin sowie Experten aus Wissenschaft, Politik und Medien aufgefahren, um den „Insurance Reloaded – Digital Day“ am Mittwoch in der Hauptstadt zum Erfolg zu machen. Der Versicherer sieht sich als Innovationsführer, der die technologische Entwicklung in der Versicherungsbranche vorantreibt, und bietet zunehmend digitale Lösungen, um das Leben der Kunden zu schützen und zu verbessern.  

So geht am 3. Februar im Rahmen der Smart-Insurance-Initiative die nächste Generation von „Generali Vitality“ an den Start, die das weltweite Ziel des Versicherers, Life-time Partner für seine Kunden zu sein, untermauern soll. Den Start der Vitality-Serie hatte es in Deutschland bereits 2016 gegeben – begleitet von Kritik der Datenschützer. Sie umfasst weitere digitale Produkte im Bereich Telematik (Kfz), Smart Home (Hausrat) und ID-Protect (Rechtsschutz).  

Inzwischen wird Vitality auch im Maklervertrieb der Generali Deutschland angeboten. Eine Ausweitung des Vitality-Programms auf den Bereich der privaten Krankenversicherung ist geplant, aber wegen laufender Gesetzesvorhaben zum Schutz von Gesundheitsdaten bisher noch nicht erfolgt.

Neuerungen bei Generali Vitality

Andrea Timmesfeld, Leiterin Public Affairs & Generali, Hauptstadtbüro der Generali
Versicherer stehen vor einem Paradigmenwechsel: nicht nur Schäden begleichen, sondern auch verhindern. Das benötige aber Vertrauen in die Digitalisierung. Beispiel Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung: In Italien hat allein die Generali 1,3 Millionen Policen dieser Art im Bestand. Demgegenüber seien es in ganz Deutschland bei allen Versicherern zusammen nur 300.000 Kfz-Telematik-Verträge. Dennoch lägen die Versicherer im Digitalisierungs-Index nach Branchen schon an dritter Stelle. Bild: Pohl