Rente: Geld vom Staat für jedes Kind

Versicherungen von Michael Fiedler

Wie kann Altersarmut wirksam bekämpft werden? Die CSU legte einen entsprechenden Entwurf vor. Kern des Vorschlags ist ein staatlicher Fonds.

Rente Kind Geld vom Staat

Jeden Monat 100 Euro für die Altersvorsorge - vom Staat. So will es ein CSU-Vorschlag. Bild: Adobe Stock/maximilian_100

Wie kann das deutsche Rentensystem zukunftsfest gemacht werden, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen? Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag hat dazu ein eigenes Strategie-Papier entworfen. Über den Entwurf soll auf der Klausur-Tagung der CSU im oberbayerischen Kloster Seeon entschieden werden. Dessen Kernstück ist ein monatlicher Beitrag, der für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr in einen Fonds fließen soll.

Im Entwurf heißt es dazu: „Wir wollen für jedes Kind ein Starterkit für die Altersvorsorge. Wir wollen die Rentenwende – weg vom Generationenkonflikt hin zu mehr Generationengerechtigkeit.“ Konkret sieht der Entwurf vor, 100 Euro pro Monat ab Geburt bis zum 18. Lebensjahr in einen Generationen-Pensionsfonds einzuzahlen. Das wären 21.600 Euro pro Kind, die der Staat aufwenden würde. Der Fonds soll laut Entwurf „renditeorientiert anlegen“.

Die Erträge aus dem Fonds würden bei Renteneintritt zusätzlich zu den bestehenden Rentenansprüchen ausgezahlt werden. Damit würden die bisherigen drei Säulen der Altersvorsorge (betriebliche Altersvorsorge, private Altersvorsorge und öffentlich-rechtliche Pflichtsysteme) um eine weitere, vierte Säule ergänzt werden. „Ziel ist es, dass zukünftig jeder aus der neuen vierten Säule der Altersvorsorge kapitalgestützt eine Generationenpensionsfonds-Rente erhält und auf diesem Wege Altersarmut wirksam vermieden wird.“

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