Private Ergänzungstarife als Türöffner

Pflege- und Zusatzversicherung Berater von Gerald Herde

Die Beratung über Zusatzversicherungen sollten Sie nicht allein den Krankenkassen überlassen. Zeigen Sie Ihre Kompetenz und punkten Sie beim Kunden als verlässlicher Partner für alle Fragen rund um das Thema Absicherung.

Zusatzversicherung bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um bei potenziellen Neukunden einen Fuß in die Tür zu setzen.

Zusatzversicherung bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um bei potenziellen Neukunden einen Fuß in die Tür zu setzen. Bild: Adobe Stock/ouh_desire

In der Versicherungswirtschaft gilt vor allem eine Kfz-Police als beliebte Möglichkeit, bei potenziellen Neukunden einen Fuß in die Tür zu setzen. Wer im Vertrieb zu einem kostengünstigen Tarif einer seriösen Gesellschaft rät, kann sich damit profilieren und erstes Vertrauen aufbauen. Die Belohnung folgt dann oft in Form weiterer Aufträge in deutlich lukrativeren Bereichen wie etwa zum Thema Altersvorsorge oder Berufsunfähigkeit.

Aber nicht nur Schadenversicherungen, auch zahlreiche Zusatztarife privater Krankenversicherer eignen sich bestens als Einstiegsprodukte für Vermittler, die Kunden von ihrer Beratungsqualität überzeugen möchten. Rund 90 Prozent der Deutschen sind gesetzlich krankenversichert. Hier ergibt sich also ein sehr großes Potenzial für Ergänzungsprodukte. Denn beim Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich nur um einen Grundschutz im ambulanten, stationären und zahnärztlichen Bereich. Für zusätzlichen Komfort wie ein Zwei- oder gar Einbettzimmer im Krankenhaus oder exklusive Behandlung durch den Chefarzt sind viele gern bereit, ihren Versicherungsschutz zu erweitern.

Bisher machen jedoch in erster Linie die gesetzlichen Krankenkassen das Geschäft mit den Zusatzversicherungen. Denn seit dem Jahr 2004 dürfen sie offiziell mit PKV-Unternehmen kooperieren. Gerade mitgliederstarke Kassen können dabei Rabatte aushandeln, die ein einzelner Berater kaum erhält. Allerdings kann es auch zu Problemen kommen, wenn private Versicherer den Kunden einer bestimmten gesetzlichen Krankenkasse sehr spezielle Angebote machen. Sind diese individuell auf eine Kasse zugeschnitten, können sie meist nicht mitgenommen werden, wenn der Versicherte den Anbieter wechselt.

Hier schlägt die Stunde des unabhängigen Vertriebs. Klären Sie Ihre Kunden über die Vorteile eines allgemeinen, ungebundenen Zusatztarifs auf. Denn Krankenkassen werden heutzutage häufiger mal gewechselt. Und über den Sinn der Leistung eines privaten Zusatztarifs gibt es kaum Diskussionen. Denn es geht nicht nur um zusätzlichen Komfort im Krankenhaus. Gerade bei Zahnersatz oder Pflegeabsicherung könnten ohne private Ergänzung erhebliche Kosten auf die Betroffenen zukommen. Daher gehört es zum Mindeststandard einer jeden umfassenden Beratung, auf diese Notwendigkeiten und Möglichkeiten ausführlich hinzuweisen und vor möglichen Folgekosten zu warnen.

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