Pflegebedürftigkeit – keine Frage des Alters

Pflege- und Zusatzversicherung Berater von Beatrix Altmann

Pflegebedürftig werden nur alte Menschen? Irrtum! Bereits ein einziger Unfall kann zu lebenslanger Pflegebedürftigkeit führen. Das sollten vor allen Dingen Ihre jungen Kunden wissen.

Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Ihre Kunden aktiv vorsorgen.

Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Ihre Kunden aktiv vorsorgen. Bild: Adobe Stock/topshots

Pflegefall. Hier denken viele vor allen Dingen an ältere Menschen. Schlimm genug, wenn diese durch Krankheit zum Pflegefall werden. Doch es gibt leider auch Betroffene, die bereits in jungen Jahren durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung pflegebedürftig werden. Doch was bedeutet ein Pflegefall in jungen Jahren für die Betroffenen? Welche Kosten kommen auf sie zu? Und welche Pflegeabsicherungen gibt es überhaupt?

Eine Pflegebedürftigkeit kann jeden zu jeder Zeit treffen: 3,4 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende 2017 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes pflegebedürftig. Dabei lag die Zahl der unter 15-jährigen Pflegebedürftigen bei knapp 114.000 Kindern und Jugendlichen.

Das sind die Ursachen für eine Pflegebedürftigkeit bei jungen Menschen

Die Ursachen sind vielfältig: Unfälle, angeborene oder chronische Erkrankungen können zu Pflegebedürftigkeit führen. Dazu zählt:

  • Querschnitts- oder andere Lähmungen
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Krebserkrankungen

Meist ereilt das Schicksal junge Menschen mitten im Leben – und gerade in der Anfangszeit kommen zu den körperlichen die psychischen Belastungen hinzu, mit denen ein nun Pflegebedürftiger zu kämpfen hat. Auch die Familie wird vor große Herausforderungen gestellt.

Rechtzeitig für den Pflegefall vorsorgen – und behutsam beraten

Sicherlich wollen Ihre Kunden nicht daran erinnert werden, wie schnell eine Pflegebedürftigkeit eintreten kann. Gerade daher ist es wichtig, sie für das Thema zu sensibilisieren, da die wenigsten vorgesorgt haben.

Gerade bei jugendlichen Pflegebedürftigen würden viele Eltern ihre Kinder gern zu Hause oder in einem spezialisierten Pflegeheim betreuen lassen. Doch oftmals fehlt schlichtweg das Geld, um eine optimale Betreuung zu garantieren. Denn Pflege ist teuer – ambulant zu Hause, aber auch im Pflegeheim übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen meist nur einen Teil der Kosten. Im Falle einer stationären Unterbringung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für die Pflegegrade 2 bis 5 nur einen geringen Anteil. Für einen Pflegeheimplatz fielen 2019 beispielsweise im Schnitt monatliche Eigenanteile in Höhe von rund 1.900 Euro an. Das kann für die Betroffenen mit einem hohen Einkommensverlust verbunden sein.

Fazit: Daher sollten gerade junge Menschen mit einer privaten Pflegezusatzversicherung abgesichert sein. Anfangs sind die monatlichen Beiträge auch deutlich günstiger als bei einem Abschluss im höheren Alter.

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