InsurTech Flypper muss aufgeben

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Lange war es still um den digitalen Sachversicherer Flypper, nun kommt der Abgesang. Warum die InsurTech-Vision von Dominik Groenen eingestampft wurde und wie es für die Verantwortlichen nun weitergeht.

Nun ist es sicher: Der digitale Sachversicherer Flypper wird nie eine Police verkaufen.

Nun ist es sicher: Der digitale Sachversicherer Flypper wird nie eine Police verkaufen. Bild: flypper.com

Nun ist es offiziell: Das Projekt Flypper ist abgeblasen. Hauptgrund dafür ist, dass das für den digitalen Sachversicherer benötigte Kapital nicht eingeworben werden konnte. Das haben die Verantwortlichen nun auf der Internetseite des Startups mitgeteilt.

Damit endet eine mehr als zweijährige Hängepartie für die Neugründung. Eigentlich wollte der neue Versicherer schon im Jahr 2017 seinen Geschäftsbetrieb aufnehmen. Geplant waren anfangs Sachversicherungen für Privatkunden. Mit seinem Konzept wollte sich Flypper-Gründer Dominik Groenen von ausschließlich über Internetseiten und Direktvertrieb agierenden jungen Versicherern wie Coya oder Getsafe abgrenzen. Sein Modell eines „hybriden Versicherers“ hatte neben allen digitalen Kanälen auch eine persönliche Kundenbetreuung und die Zusammenarbeit mit persönlichen Maklern vorgesehen.

Neue Aufgaben

Während sich der Start Flyppers verzögerte, sicherte sich das InsurTech schon einmal die Dienste einiger Branchenexperten für seinen Vorstand. So sollte der frühere VAV-Vorstand Dr. Peter Loisel den Vorstandsvorsitz von Flypper übernehmen und Versicherungsmathematiker Herbert Sedlmair die Geschicke in den Bereichen Risikomanagement, Rückversicherung und Finanzen lenken.

Beide sollen bereits andere Aufgaben bei dem ebenfalls neuen Sachversicherer Selosc gefunden haben. Das berichtet der Versicherungsmonitor. Bei dem Unternehmen soll es sich dem Bericht nach um ein InsurTech handeln, dass Flyppers Obergesellschaft Scira und der Versicherer Gothaer gemeinsam aufbauen. Die Produkte sollen per Direktvertrieb angeboten werden. Weitere Details konnte die Gothaer demnach aber noch nicht nennen, da die Entscheidungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und des Bundeskartellamts noch ausstünden.

Dominik Groenen hat der Versicherungsbranche mittlerweile größtenteils den Rücken gekehrt und konzentriert sich aktuell überwiegend auf allgemeine Themen rund um die Unternehmensgründung.

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