Diese Zusatzversicherungen brauchen Ihre Kunden

Pflege- und Zusatzversicherung Berater von Gerald Herde

Als seriöser Berater sollten Sie nur Zusatzleistungen vermitteln, die wirklich Sinn ergeben. Ansonsten machen Sie sich auf Dauer keine Freunde. Welche Versicherungen tatsächlich wichtig sind, erfahren Sie hier.

So vermitteln Sie Zusatzleistungen, die wirklich passen.

So vermitteln Sie Zusatzversicherungen, die wirklich passen. Bild: Adobe Stock/olly

Die Versicherungsbranche bietet eine ganze Reihe von Zusatztarifen für gesetzlich Versicherte an. Gleich vorweg, die meisten sind durchaus zu empfehlen. Nur wenige sind überflüssig. Wir haben die einzelnen Leistungen mal nach Wichtigkeit geordnet.

An der Spitze steht sicher die Auslandsreise-Krankenversicherung. Jeder der außerhalb Deutschlands unterwegs ist, sollte auch dort abgesichert sein. Privat Versicherte sind dies üblicherweise automatisch. Man sollte sich aber doch noch einmal mit dem Geltungsbereich seiner Privatpolice vertraut machen. Teilweise werden medizinisch notwendige Rücktransporte aus dem Ausland nicht erstattet. Dann könnte auch für PKV-Kunden eine Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll sein. Für gesetzliche Versicherte Urlauber ist sie das immer. Zudem ist sie günstig abzuschließen.

Fast jeder hat wohl inzwischen mitbekommen, dass Pflegebedürftigkeit im Alter sehr hohe Kosten verursachen kann. Daher ist eine zusätzliche private Vorsorge sinnvoll. Dies gilt für gesetzlich und privat Krankenversicherte gleichermaßen, da der Versicherungsschutz sich bei beiden Gruppen nicht unterscheidet. Die Pflegepflichtversicherung übernimmt nur einen Teil der Pflegekosten, ähnlich wie eine Teilkaskoversicherung.

Zahnzusatzversicherungen gehören auch zu den sinnvollen Angeboten der Privaten Krankenversicherung. Fast jeden von uns erwischt es irgendwann. Plötzlich ist eine Krone notwendig, um das funktionierende Gebiss zu erhalten. Implantate und Inlays müssen jedoch größtenteils selbst gezahlt werden. Eine Zusatzversicherung übernimmt hier die Kosten für Zahnersatz.

Wer sich im Krankenhaus das Zimmer nicht mit mehreren fremden Patienten teilen möchte, muss die Kosten für ein Ein- oder Zweibettzimmer als gesetzlich Versicherter über eine stationäre Zusatzversicherung abdecken. Gleiches gilt für die Behandlung durch den Chefarzt sowie eine freie Krankenhauswahl. Individualität hat eben wie überall im Leben seinen Preis.

Eine Krankentagegeldversicherung ist in erster Linie für Selbstständige wichtig, die kein gesetzliches Krankengeld erhalten. Wer wegen einer Krankheit oder einem Unfall nicht arbeiten kann und somit längere Zeit kein Einkommen hat, wird durch das Tagegeld entschädigt. Angestellte erhalten bis zu sechs Wochen lang eine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Anschließend übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Nur wer als Angestellter mehr verdient, als in der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze festgelegt ist, sollte sich überhaupt mit einer privaten Zusatzversicherung für Tagegeld beschäftigen.

Nicht zu verwechseln mit der Tagegeldversicherung ist die Krankenhaustagegeldversicherung. Sie soll für spezielle Kosten aufkommen, die durch einen Aufenthalt in einem Krankenhaus anfallen. Hierbei handelt es sich aber meist nur um geringe Ausgaben, etwa für Blumen, Zeitungen oder andere Annehmlichkeiten. Diese kann der Patient in den meisten Fällen auch aus der eigenen Tasche zahlen. Das gilt auch für die Kosten einer Brille. Eine eigene Brillenversicherung lohnt sich selten.

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