Bauboom und kein Ende

Berater Zielgruppenansprache Sachwerte Top News von Carla Fritz

Googeln und Finden

Vertragsabschluss ausschließlich übers Internet. Darauf beruht das Geschäftsmodell des Versicherungsmaklers „vergleichen-und-sparen.de“. Bereits 2001 hat man sich für diesen Weg zum Kunden und damit auch für eine Spezialisierung unter anderem auf Bauherren und Hauseigentümer entschieden. „Indem wir deutschlandweit agieren, sind wir wesentlich breiter aufgestellt als der Makler um die Ecke. Online kommt eine ganz andere Kundenzahl bei uns an. Deshalb konnten wir auch eigene spezielle Bereiche daraus machen“, sagt vs-Beraterin Petra Döpke. „Gefunden werden wir über unsere Suchworte bei Google.“

Ziel sei, bei den ersten Dreien in der Liste unterhalb der Werbeeinträge zu sein – „weiter darunter sucht man bekanntlich nicht“. Darum kümmert sich ein qualifiziertes Team aus Redakteuren, die Beiträge und Zahlen auf der Website ständig kontrollieren sowie aktualisieren, und aus IT-Spezialisten, die das Ganze abrufbar machen. – „Meist schaffen wir es sogar vor Wikipedia“, so Petra Döpke. Nach Sparpotenzial möglichst ohne Abstriche beim Versicherungsschutz fürs Bauen und Wohnen googeln Junge wie Alte. Das Bauklientel startet meist ab 30 oder 35 Jahren, häufig sind es gerade gegründete Familien, so ihre Erfahrung. Das deckt sich mit den Ergebnissen der aktuellen BBSR-Studie. Familien mit Kindern machen dabei mit 54 Prozent die größte Gruppe der Erwerber aus. Dieser Anteil ist seit etwa zehn Jahren konstant.
Während es vor drei Jahren in diesbezüglichen Studien noch hieß: „Bauherren werden immer älter“, könnte man die aktuelle Entwicklung analog mit „Bauherren werden wieder jünger“ beschreiben. Das Alter des Hauptverdieners lag bei Baufamilien mit Kindern in den Jahren 2016/17 bei 38 Jahren. Damit ziehen sie früher ins Wohneigentum als noch vor einigen Jahren.

„Man baut meist nur einmal im Leben“, sagt Petra Döpke. Über Versicherungen für die Bauphase wissen Bauherren deshalb oft nur ungenügend Bescheid. „Hier klären wir auf und beraten auch zu Folge- und angrenzenden Versicherungen.“ Bauherrenhaftpflicht- und Bauleistungsversicherungen enden mit dem Bauvorhaben. „Damit der Bestand auch auf Dauer ins Verdienen kommt, muss der Makler aus den Bauversicherungen heraus auch die Wohngebäudeversicherung verkaufen.“

Die Courtagespannen am Markt bewegen sich dabei – abhängig von Sparte, Tarif und Anzahl der Verträge – zwischen zehn bis 20 Prozent. Eine Bauleistungsversicherung zahlt in der Regel nicht ganz so viel Courtage wie ein Wohngebäudeversicherung, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ähnlich wie die Wohngebäudeversicherung eher in Richtung 20 Prozent oder teils auch darüber.

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