Bauboom und kein Ende

Berater Zielgruppenansprache Sachwerte Top News von Carla Fritz

Hausbauer und Bauherren bieten die einmalige Chance auf dauerhafte Kundenbeziehungen. Zudem werden sie immer jünger und verfügen über hohes Cross-Selling-Potenzial.

Persönliche Beratung bleibt auch bei Bauvorhaben gefragt

Rainer Brand, Vorstand Produkte und Betrieb DOMCURA, meint, dass auch in Zeiten von InsurTechs persönliche Beratung gefragt ist. Foto: DOMCURA

Etwa knapp die Hälfte der Bundesbürger wohnt in eigenen vier Wänden. Jedoch erwägen immer mehr Mieter, sich Wohneigentum anzuschaffen. Fast ein Drittel der Mieter unter 50 Jahren trägt sich mit diesem Gedanken, wie aus einer aktuellen Studie des Verbandes der Sparda-Banken hervorgeht.

Kein so leichtes Unterfangen angesichts hoher Grundstückspreise vor allem in den Boom-Regionen und um ca. 30 Prozent gestiegener Kaufpreise für Eigenheime seit 2010. Doch der gegenwärtige Bauboom zeigt auch, dass die Hürden zu eigenen vier Wänden aufgrund sinkender Zinsen in der Kombination mit gestiegenen Einkommen nicht unüberwindbar sind. Zumal viele Bauherren Ausweichstrategien entwickeln und sich zunehmend außerhalb der teuren Metropolen und Ballungsregionen sowie auf Bestandsobjekte orientieren. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Demnach haben im Zeitraum von 2012 bis 2017 jährlich etwa 412.000 Haushalte selbstgenutztes Wohneigentum – überwiegend im Einfamilienhaus, Doppelhaushälften oder Reihenhaus und mehrheitlich im Bestand – gebildet und dafür im Schnitt das Sechsfache ihres Jahresnettoeinkommens aufgewendet. Deutlich mehr als noch vor Jahren.

Wenig Wechselambitionen

Beim in der Regel größten Investment ihres Lebens erwarten die Bauherren respektive Wohneigentümer dann auch eine entsprechende Beratungsqualität beim Risikoschutz. „Ein überwiegend regionales Geschäft für Makler, die dort speziell im Privatkundenbereich unterwegs sind und dabei auch Bauherren und Wohneigentümer begleiten“, so sieht es Christian Schattenhofer, Vertriebsdirektor VD Bauwirtschaft, VHV. „Eine anspruchsvolle Klientel mit überdurchschnittlichem Einkommen, hohem Sicherheitsbedürfnis, die preislich keine Kompromisse zu Lasten des Versicherungsschutzes macht, weniger wechselwillig ist und auch in Zeiten von InsurTechs Wert auf persönliche Beratung vor Ort legt“, befindet Rainer Brand, Vorstand Produkte und Betrieb DOMCURA. Das stimmt zwar immer noch für den Großteil der Privatkundschaft. Aber auch hier macht sich nach Einschätzung von Simone Foltin, HDI Produktmanagement HUS Privat, durch die Digitalisierung ein Wandel bemerkbar: Die Kunden sind durch das Internet nicht nur vorab besser über das Thema informiert. Über Vergleichsplattformen oder Homepages werden auch mehr Wohngebäudeversicherungen abgeschlossen. „Die Kunden trauen sich inzwischen auch den Online-Abschluss zu. Wir sehen das teils auch bei uns selbst. Die Online-Verträge werden tendenziell mehr.“

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