Versicherung kündigen ohne Unterschrift – geht das?

KMU-Schutz Versicherungen von Florian Burghardt

Beim Versicherungswechsel gilt es einiges zu beachten, vor allem bei der Kündigung des Altvertrages. Auf welche Punkte es dabei besonders ankommt und welche unwichtig sind.

Ein Versicherungswechsel kann Vorteile bringen. Er birgt aber auch manche Risiken, die es zu beachten gilt.

Ein Versicherungswechsel kann Vorteile bringen. Er birgt aber auch manche Risiken, die es zu beachten gilt. Bild: iStock/dusanpetkovic

Die alte Police hinter sich lassen und dafür eine neue bei einem anderen Anbieter abschließen kann viele Vorteile mit sich bringen. Das gilt nicht nur für die private Kfz-Versicherung, sondern für alle Sparten. Auch wenn die Entscheidung für einen Wechsel beispielsweise bei biometrischen Risiken oder Verträgen zur Altersvorsorge unbedingt unter fachlicher Beratung erfolgen sollte. Bei solchen, speziell bei Altverträgen, macht es auch viel häufiger Sinn, den bestehenden Schutz zu behalten.

Gerade im privaten und gewerblichen Schaden-/Unfall-Geschäft kann ein Wechsel aber immenses Potenzial bergen. Die hauptsächlichen Gründe dafür sind natürlich bessere Leistungen und ein günstigerer Beitrag. Doch auch ein besonders guter Kundenservice oder eine nachhaltige Geschäftsausrichtung des Versicherers können Mehrwerte bieten.

Vorsicht bei Doppelversicherung

Um beim Versicherungswechsel alles richtig zu machen, muss zunächst ein passender neuer Tarif beziehungsweise Anbieter gefunden und der Vertrag abgeschlossen werden. Dabei sollte in der Regel immer ein fachkundiger Berater helfen, um die Bedürfnisse des Kunden richtig abzusichern und auch das von ihm gewünschte Beitragsniveau zu treffen. Der Kunde hat dabei vor allem die Aufgabe, stets den Versicherungsbeginn im Auge zu behalten. Das hat Gründe:

  • Liegt der Beginn des neuen Vertrages vor dem Ende des alten Vertrages, werden doppelte Beiträge bezahlt. In den meisten Fällen gibt es dafür im Schadenfall aber keine doppelten Leistungen, beispielsweise bei Haftpflicht- oder Sach-Deckungen. Kommuniziert man im Schadenfall nicht sofort ehrlich und transparent über eine solche Doppelversicherung, kann einem sogar versuchter Betrug (Versuch der Bereicherung durch mehrfache Regulierung ein und desselben Schadens) vorgeworfen werden. In solchen Fällen können schnell beide Versicherer leistungsfrei sein.
  • Liegt ein Zeitraum zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Vertrages, klafft eine Deckungslücke. Hier besteht kein Versicherungsschutz, also kein Anspruch auf Leistung im Schadenfall.

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