Nun schrumpft auch der Wohn-Riester-Bestand

Berater von Florian Burghardt

Die Riester-Rente hat viele Baustellen. Nun kommt mit dem einstigen Wachstumsbereich Wohn-Riester eine weitere dazu. Das belegen aktuelle Zahlen des Bundesarbeitsministeriums.

Ist der Boom schon wieder vorbei? Zumindest befindet sich die Anzahl der Wohnriester-Verträge aktuell erstmalig im Sinkflug.

Ist der Boom schon wieder vorbei? Zumindest befindet sich die Anzahl der Wohnriester-Verträge aktuell erstmalig im Sinkflug. Bild: iStock/wakila

Noch vor einem Jahr hatte die Bundesregierung die wachsende Beliebtheit von Wohn-Riester hervorgehoben. Damit ist es aber offenbar schon wieder vorbei. Denn der Bestand an Wohn-Riester-Verträgen ist im dritten Quartal 2019 im Vergleich zum zweiten Quartal des Jahres zurückgegangen. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hervor.

Zwar ist der Bestand zum Ende des Quartals nur um rund 6.000 Verträge von 1,818 Millionen auf 1,812 Millionen gesunken. Von wachsender Beliebtheit kann aufgrund der Zahlen aber wohl keine Rede mehr sein. Bereits vor einem Jahr hatte sich die Nachfrage nach der auch als Eigenheimrente bezeichneten Altersvorsorgeform merklich verlangsamt. Zwar bietet das Produkt viele Vorteile, es ist jedoch auch einigen Einschränkungen unterworfen.

Gesamtbestand schmilzt weiter ab

Allgemein betrachtet ist der Gesamtbestand an Riester-Verträgen auch im dritten Quartal 2019 gesunken. Ende September waren es noch 16,508 Millionen. Das ist ein Rückgang um 23.000 Verträge gegenüber dem zweiten Quartal und rund 84.000 weniger als Ende 2018.

Hauptleidtragende Produktform war einmal mehr die Riester-Versicherung. Sie bleibt zwar mit weitem Abstand der größte Anteil (10,764 Millionen Verträge), ging jedoch gegenüber dem zweiten Quartal um 15.000 Verträge zurück. Auch die Anzahl der Riester-Banksparverträge sank um 10.000 auf noch 630.000. Als einzige Produktform konnten die Riester-Investmentfonds-Verträge einen Zuwachs verzeichnen (+7.000 auf nun 3,302 Millionen Verträge).

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