Maklerpools nehmen nicht jeden auf

Berater von Florian Burghardt

Immer mehr Makler arbeiten mit Pools und Verbünden zusammen. Doch einer Studie zufolge ist die Aufnahme kein Selbstläufer, weil viele Unternehmen dafür Kriterien ansetzen. Nach der Anbündelung geht die Überwachung meistens noch weiter.

„Du kommst hier net rein!“ Wie viele Makler diesen Satz zu hören bekommen, geht aus der Studie nicht hervor. Jedoch dürften nicht alle die Aufnahmekriterien der Pools und Verbünde erfüllen.

„Du kommst hier net rein!“ Wie viele Makler diesen Satz zu hören bekommen, geht aus der Studie nicht hervor. Jedoch dürften nicht alle die Aufnahmekriterien der Pools und Verbünde erfüllen. Bild: Adobe Stock/Pixel-Shot

Die Zusammenarbeit mit Maklerpools und Maklerverbünden wird für die freien Vermittler hierzulande immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der procontra-eigenen Umfrage „Maklers Lieblinge 2019“ liegt die Anbündelungs-Quote sogar bei rund 80 Prozent.

Doch die Türen der Maklerpools stehen interessierten Vermittlern nicht nach Belieben offen. Schließlich müssen sich die Versicherer darauf verlassen können, dass die Pools und Verbünde ihre Partner mit Sorgfalt auswählen. Deshalb funktioniert die Aufnahme bei den meisten Unternehmen nicht ohne Einlasskontrolle. Beispielsweise prüfen 90 Prozent der Pools vor dem Beginn einer Zusammenarbeit den Eintrag ins DIHK-Vermittlerregister. Das AVAD-Register checken immerhin 83 Prozent.

Das geht es aus der aktuellen „Maklerpoolstudie 2019“ des Marketingunternehmens Brunottekonzept hervor. Dafür wurden im August und September die wichtigsten Maklerpools und Verbünde Deutschlands befragt. Die Antworten von 30 Unternehmen sind dabei in die Studie eingeflossen.

Fortwährende Überwachung

Um ihren zukünftigen Partner vor der Anbündelung richtig kennenzulernen, suchen vier von fünf Pools ein persönliches Gespräch mit ihm. Genauso oft greifen die Unternehmen aber auch zu Wirtschaftsauskünften, um die Bewerber besser einschätzen zu können. Knapp zwei Drittel der Pools und Verbünde recherchieren zudem im Internet über die Vermittler, besuchen diese vor Ort oder checken deren polizeiliche Führungszeugnisse.

Auch nach dieser „Aufnahmeprüfung“ stehen die Makler – der Studie zufolge – weiter unter Beobachtung durch die Pools. Vier von fünf Unternehmen setzen auf regelmäßige persönliche Gespräche mit den Vermittlern. Auch der Fortbestand des Eintrags im Vermittlerregister wird von vielen (73 Prozent) laufend überprüft. Auch Kontrollen der Stornoquote (67 Prozent) und Stichproben beim Neugeschäft (60 Prozent) sind probate Mittel. Die Namen ihrer Partner legen 86 Prozent der Pools und Verbünde auf Anfrage oder anlässlich bestimmter Geschäftsvorfälle offen.

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