ETF: Hier gibt es niedrige Kauf- und Depotkosten

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Was ist besser – Fonds, ETF oder Fondspolicen? Einfache Antworten gibt es darauf nicht. Mehrere Tools helfen Beratern. An ETF direkt lässt sich vielfach nichts verdienen, aber zur Kundenbindung sollte Know-how gehören. Wo es günstige Depots gibt.

Das Finanztest-Spezial empfiehlt ein einfaches Anlageschema. Es besteht aus einem renditestarken, breit streuenden Aktien-ETF und sicherem Tagesgeld.

Das Finanztest-Spezial empfiehlt ein einfaches Anlageschema. Es besteht aus einem renditestarken, breit streuenden Aktien-ETF und sicherem Tagesgeld. Bild: AdobeStock/adrian_ilie825

Wer Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien nicht vorbei. Will es der Kunde mit ETF probieren, muss der Berater meist passen, weil er als Vergütung meist nur auf Honorar setzen kann. Wer auf Provision angewiesen ist, sollte sein ETF-Wissen zumindest bei guten Kunden zur Bindung einsetzen und helfen.

Wie dies auf einfache Weise machbar ist, zeigt das Finanztest-Spezial „Anlegen mit ETF“, erschienen am 23. November. Es bietet einen Überblick über alle in Deutschland verfügbaren ETF und erläutert, wie Anleger die Fonds günstig kaufen können. Wer nachhaltige und klimafreundliche ETF sucht, wird ebenfalls fündig. Wichtig: ETF sind keine sichere Anlageform (procontra berichtete).

Vor allem Sparpläne mit den börsengehandelten Indexfonds sind begehrt, doch die Angst vor Aktien ist weit verbreitet. Mit dem richtigen Mix mit Zinsanlagen bleibt das Risiko überschaubar. Die Stiftung Warentest hat dazu schon vor längerer Zeit ein sogenanntes Pantoffel-Portfolio entwickelt, ein einfaches Anlageschema. Es besteht aus renditestarken, breit streuenden Aktien-ETF und sicherem Tagesgeld. Einmal pro Jahr bestimmen Anleger die Aufteilung in einer der drei Varianten: defensiv (25 Prozent Aktien-ETF), ausgewogen (50 Prozent) oder offensiv (75 Prozent Aktien-ETF).

Die günstigsten Depots für ETF-Anleger

Mit Hilfe der überarbeiteten Finanztest-Bewertung und eines guten Tabellen-Designs finden Anleger schnell die für sie passenden ETF unter 850 gelisteten Titeln. Nicht zu unterschätzen sind die Kauf- und Depotkosten. Wer langfristig in breit streuende ETF anlegen will, sollten auf kostenlose Depotverwaltung achten. Die bieten laut Finanztest ohne Bedingungen: BBBank, Consorsbank, Deutsche Bank Maxblue, DKB, Flatex, ING, NIBC Direct, Onvista Bank, Postbank und Targobank (bei Onlineführung).

Kunden von Direktbanken zahlen oft nichts für die Depotführung. Wer regelmäßig kauft und verkauft, kommt laut Finanztest bei der Onvista Bank sowie bei Flatex am günstigsten weg. Man muss aber genau hinschauen. Flatex etwa verlangt für Dividendengutschriften ausländischer Aktien Geld und hat negative Zinsen auf dem Verrechnungskonto.

Bei den bundesweit tätigen Filialbanken schneiden die Depots von Postbank und Targo Bank am günstigsten ab. Am preisgünstigsten sei es, „wenn Orders ohne Beratung in der Onlinevariante des Depots selbst ausgeführt werden“, hat Finanztest beobachtet. Beim Preisvergleich wurden auch die Fondsbanken aufgelistet, die mit Vermittlern kooperieren (Augsburger Aktienbank, FIL Fondsbank, Ebase).

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