Elementarschutz war nie dringender als heute

Berater von Florian Burghardt

Sicherlich für manche eine Überraschung: 2018 war Deutschland das am drittstärksten von extremen Wetterlagen betroffene Land der Welt. Höchste Zeit für eine Elementarschaden-Versicherung.

Überschwemmung, Rückstau, Starkregen: Noch nie war es so wichtig wie heute, sich gegen Elementarschäden zu versichern.

Überschwemmung, Rückstau, Starkregen: Noch nie war es so wichtig wie heute, sich gegen Elementarschäden zu versichern. Bild: iStock/sitox

Noch nie war es für deutsche Immobilien so wichtig wie heute, eine Versicherung gegen die Folgen von Elementarschäden abzuschließen. Zumindest, wenn es nach dem aktuellen Klima-Risiko-Index (KRI) geht, den die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch während der seit Montag laufenden Weltklimakonferenz in Madrid vorgestellt hat. Der KRI wird seit 2006 jährlich angefertigt und basiert auf Daten der Munich Re und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Laut dem aktuellen Bericht war Deutschland im Jahr 2018 das am drittstärksten von extremen Wetterlagen betroffene Land der Welt. Nur Japan und den Philippinen – beides Länder, die im vergangenen Jahr mehrfach von Taifunen heimgesucht wurden – erging es noch schlechter als der Bundesrepublik.

Der KRI vergleicht die durch Extremwetter verursachten Todeszahlen und Sachschäden. Dabei betrachtet er nicht nur die absoluten Zahlen – dokumentiert sind rund 30.000 weltweite Ereignisse im Zusammenhang mit Naturkatastrophen – sondern setzt diese auch bei allen Ländern ins Verhältnis zur Einwohnerzahl und zum Bruttoinlandsprodukt.

Hitzewelle und Orkantiefs

Die aktuelle Platzierung ist die prekärste für Deutschland seit Bestehen der Studie. Im Jahr 2017 hatte die Bundesrepublik noch auf Rang 40 gelegen. Die kürzliche negative Entwicklung machen die Studienautoren vor allem an drei Ereignissen fest: Die enorme Hitzewelle 2018 mit über 1.200 Todesopfern, die damit verbundenen bundesweiten Ernteeinbußen von 50 bis 70 Prozent und den Orkantiefs Friederike im Januar und Fabienne im September.

Trotz der aktuellen Lage gibt es hierzulande noch ein riesiges Potenzial Gebäuden, die noch nicht gegen Elementarereignisse wie Starkregen, Schneedruck oder Überschwemmung versichert sind. Der mangelnde Schutz fußt auch auf Gerüchten, etwa dass für Gebäude in weiter Entfernung zu Gewässern kein Risiko besteht. Höchste Zeit für Vermittler, damit aufzuräumen.

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