BaFin-Studie: Häufig über 4 Prozent Provision in Leben

Berater Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Die BaFin hat die Provisionssätze aller Lebensversicherer ausgewertet. Demnach werden teilweise über 7 Prozent der Beitragssumme vergütet. Die neuen Zahlen gießen Wasser auf die Mühlen der Provisionsdeckel-Befürworter.

Die aktuelle Auswertung der BaFin gießt neues Wasser auf die Mühlen der Provisionsdeckel-Befürworter.

Die aktuelle Auswertung der BaFin gießt neues Wasser auf die Mühlen der Provisionsdeckel-Befürworter. Bild: BaFin

Die mögliche Einführung eines Provisionsdeckels in der Lebensversicherung schwebt weiterhin bedrohlich über den Versicherern und ihren Vermittlern. Nicht nur aus Sicht der Betroffenen sprechen sowohl wirtschaftliche und rechtliche Gründe sowie Aspekte des Verbraucherschutzes gegen eine solche Deckelung. Auch auf Seiten der Politik gibt es Gegner.

Nun aber gießen aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) neues Wasser auf die Mühlen der Provisionsdeckel-Befürworter. Denn laut der Aufsicht wurden für das Neugeschäft des Jahres 2018 an einzelne Vermittler Provisionssätze von mehr als 7 Prozent der Beitragssumme gezahlt. Das geht aus einer aktuellen Abfrage der BaFin bei allen inländischen Lebensversicherern hervor, die unter ihrer Aufsicht stehen.

Bei der Abfrage nahm die Bundesanstalt Bezug auf das im Jahr 2018 erzielte Neugeschäft in der Lebensversicherung. Dieses lag mit 108,4 Milliarden Euro Beitragssumme um 3,6 Prozent höher als im Jahr 2017. Von dieser Beitragssumme wurden im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Euro (2017: 3,9 Milliarden Euro) an Abschlussprovisionen an die Vermittler (gemeint sind hier alle Versicherungsvermittler inklusive angestelltem Außendienst) ausgezahlt. Demnach stieg die durchschnittliche Abschlussprovision auf 3,82 Prozent (2017: 3,77 Prozent).

Seite 1: BaFin analysiert Provisionssätze aller Lebensversicherer
Seite 2: So häufig fließen über 4 Prozent Provision

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare