BaFin-Pläne zwingen 34f-Vermittler zum Aufgeben

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Aus Sicht der 34f-Vermittler würde ein Aufsichtswechsel hin zur BaFin aber noch deutlich tiefere Einschnitte mit sich bringen als eventuell längere Beantwortungszeiten bei ihren Anliegen. Denn die Vermittler müssten bei dem neuen Modell auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Beim AfW rechnet man durch das BaFin-Umlageverfahren mit Aufsichtskosten in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro pro Zulassungsinhaber und Jahr.

Offenbar zu viel für jeden zweiten Finanzanlagenvermittler. Denn 49 Prozent der Befragten gaben an, im Falle solcher Kosten ihre § 34f-Erlaubnis zurückgeben zu wollen. Keine Folgen hätten diese jährlichen Kosten für 18 Prozent und immerhin 7 Prozent gaben an, infolgedessen die Fondsvermittlung intensivieren zu wollen.

Jeder sechste 34f-Vermittler will aufgeben

Von den 49 Prozent, die ihre Erlaubnis zurückgeben wollen, würde jeder Dritte die Vermittlung von Finanzanlagen komplett einstellen. Das entspricht 17,15 Prozent aller Umfrageteilnehmer, also etwa jedem sechsten 34f-Vermittler. Der Rest plant entweder, sich einem Haftungsdach anzuschließen (24 Prozent), sich auf vermögensverwaltende Lösungen zu fokussieren (23 Prozent) oder nur noch als Tippgeber aktiv zu sein (16 Prozent; Rest keine Angabe).

„Hier wird ein sinnloses Gesetzesverfahren angestoßen, was garantiert nicht zu mehr Verbraucherschutz führt, horrende Kosten fabriziert und praktisch die Hälfte des bisherigen Angebots unabhängiger Beratung aus dem Markt fegt. Das ist nicht akzeptabel! Die bisherige Zuständigkeit hat sich bewährt, denn insbesondere die IHKs erfüllen diese Aufgabe unbürokratisch, praxisnah, effizient und zuverlässig.“, begründet Rechtsanwalt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW, die ablehnende Haltung seines Verbandes. Befürworter hingegen argumentieren vor allem mit einer Vereinheitlichung der Aufsicht.

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