Zielgruppe Lehrer: Anspruchsvoll – aber treu

Berater Top News von Uwe Schmidt-Kasparek

Gutes Einkommen und „Verlässlichkeit“ macht die Zielgruppe der Lehrer attraktiv. Transparenz in der Beratung zahlt sich in Treue und kontinuierlichem Neukundenpotential aus.

Zielgruppe Kundenansprache Lehrer Versicherung

Wer Lehrer erfolgreich versichern will, muss ihre Bedürfnisse kennen. Symbolbild: AdobeStock/contrastwerkstatt

Wer Lehrer erreichen will, muss ihre besonderen Bedürfnisse kennen. So ist der Beruf weiterhin sehr stressig. Arbeitsüberlastung, schwierige Schüler, permanente Lautstärke, anstrengende Eltern und mangelnde Anerkennung zehren an den Nerven der Pädagogen. Rund 63 Prozent der Lehrer schieden 2017 aufgrund von Dienstunfähigkeit oder auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Schuldienst aus. „Das sollte ein Alarmsignal für Politik und Administration sein“, stellt Gerd Möller, Pädagoge und ehemaliger leitender Mitarbeiter im Schulministerium Nordrhein-Westfalen im Lehrerportal 4teachers fest. Pädagogen haben, neben Sportlern und Medizinern nach Erfahrung des Chefarztes Friedrich Jungblut, der die Psychiatrie am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach leitet, ein erhöhtes Burn-Out-Risiko. Doch auch mit psychischen Beschwerden machen zahlreiche Lehrer einfach weiter. Viele sind besonders engagiert und nehmen die Probleme im Beruf sogar überproportional oft mit nach Hause. Andere können sich ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf gar nicht leisten. „Grund sind die Abschläge, die man bei Dienstunfähigkeit hinnehmen muss“, stellt Michael Else aus Wiesbaden fest.

Komplexe Absicherung

Ein privater Zusatzschutz ist da Gold wert. „Die Entscheidung über die Dienstunfähigkeit trifft in jedem Fall der Dienstherr. Ärztliche Gutachten haben lediglich den Charakter einer Entscheidungshilfe“, warnt Matthias Horn, Vorstand der Servicegesellschaft Definet. Die zusätzliche private Absicherung der Arbeitskraft muss daher über eine Dienstunfähigkeitsversicherung, eine Berufsunfähigkeitspolice (BU) mit Zusatzklausel, laufen. „Sie muss speziell für das Lehramt zugeschnitten sein“, sagt Andreas Hanisch, Leiter der Vertriebsentwicklung der Axa-Tochter DBV. Nur mit einer guten DU-Klausel ist gewährleistet, dass der Dienstunfähigkeitsbescheid als Nachweis für Leistungen aus der BU-Versicherung ausreicht. „Im Gegensatz zur BU tritt die DU unter Berücksichtigung wesentlich kürzerer Fristen ein und erfordert auch eine deutlich schwächere Prognose“, erläutert Frank Heinemann von der MLP Finanzberatung.

Im Sachversicherungsbereich sollte die Privathaftplicht eine spezielle Diensthaftpflicht für Lehrer beinhalten, über die beispielsweise auch Gefahren aus der Beaufsichtigung von Klassenreisen oder dem Experimentalunterricht mitversichert sind. Sind Lehrer erst auf Widerruf oder Probe verbeamtet, haben sie bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt und müssen sich nach der Entlassung aus dem Beamtenverhältnis in der deutschen Rentenversicherung nachversichern – ohne aber wirkliche Ansprüche generieren zu können. Deshalb benötigen laut Heinemann Beamte auf Probe oder Widerruf zusätzlich eine private Absicherung. In den meisten Fällen ist es zudem sinnvoll, dass sich verbeamtete Lehrer für die Absicherung in der privaten Krankenversicherung entscheiden. Mit Beginn des Referendariats beteiligt sich der Dienstherr, also das jeweilige Bundesland, im Regelfall mit 50 Prozent an den Krankheitskosten als sogenannte Beihilfe. Was der Einstiegsschutz für künftige Lehrer kostet, kann man heute schon selbstständig im Netz über das Portal KV-Fux ermitteln. Versicherungsmakler können mit dem kostenpflichtigen KV-Lux die Beratung viel umfangreicher und kundenspezifischer gestalten. Die Beratung wird zudem rechtssicher dokumentiert.

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