Gewerbe absichern: So lukrativ ist die Zielgruppe der Bäcker, Konditoren & Metzger

KMU-Schutz Berater Zielgruppenansprache von Stefan Terliesner

Hier liegt das Potenzial für Makler: Das deutsche Lebensmittelhandwerk hat nicht nur national und international einen hervorragenden Ruf, es zählt auch zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands.

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Wie können Versicherungsvermittler das Potenzial heben, das auch für sie in der Lebensmittelbranche steckt? Bild: shutterstock.com

Reisen bildet. Was deutsches Lebensmittelhandwerk leistet, dürfte vielen Bundesbürgern auch dieses Jahr erst wieder im Urlaub so richtig bewusst geworden sein. Brot zum Beispiel gibt es in dieser Vielfalt so nur in Deutschland. Mehr als 3.000 Brotsorten soll es hierzulande geben. Während in Frankreich, Spanien und Italien fast nur weißes Brot gegessen wird, verzehren die Deutschen gerne auch graues, schwarzes, gesäuertes und mit Körner angereichertes Brot. Ob Pumpernickel, Dinkelbrot oder frische Laugenbrezel – für jeden Gaumen ist etwas dabei. Nach zwei Wochen Urlaub im Ausland sehnen sich viele Bundesbürger geradezu nach einem deutschen Frühstück.

Immaterielles Kulturerbe

Die hiesige Brotkultur wurde im Jahr 2014 durch die nationale UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ein ähnlich hohes Ansehen genießen die Konditoren und die Metzger So ist die deutsche Esskultur untrennbar verbunden mit den verschiedenen Wurstsorten wie Bock-, Brat-, Weiß oder Currywurst oder auch mit Streichwurst und Salami. Die Vielfalt an Sorten ist auch hier enorm. Insgesamt steht das deutsche Lebensmittelhandwerk im In- und Ausland für herausragende Qualität und Kreativität.

Auch wirtschaftlich ist das Lebensmittelhandwerk ein bedeutender Faktor. Fast 500.000 Menschen arbeiten in Deutschland als Bäcker, Konditor oder Metzger. Mag die Anzahl der Betriebe – mit Ausnahme der Konditoreien – in den vergangenen Jahren auch gesunken sein, umsatzmäßig befinden sich die drei Zünfte auf Wachstumskurs (siehe Tabelle: „Lebensmittelhandel in Deutschland“). Gleichwohl steht auch das Lebensmittelhandwerk vor großen Herausforderungen. Die zentrale Ursache des Rückgangs bei den Betrieben ist das Fehlen geeigneter Nachfolger. Die Verbände nennen die Arbeitszeiten und vor allem auch die Bürokratie als Hemmnisse. Dabei könnten junge Leute ohne akademischen Abschluss in die Selbständigkeit gehen und sich selbst verwirklichen.

Größere und stärkere Einheiten

Bei den im Markt verbleibenden Betrieben ist ein Trend zu umsatzstärkeren und leistungsfähigeren Betriebseinheiten festzustellen. Die zahlenmäßig größte Gruppe, die Metzger, kommen nach Angaben ihres Verbandes inzwischen auf einen Umsatz je Betrieb von 1,42 Millionen Euro. Allen Lebensmittelhandwerkern gemein ist, dass sie sich gegen die günstigen Angebote der Discounter durchsetzen müssen. „Wenn man es richtig macht, kann man auch als kleiner Bäcker überleben“, sagte zum Beispiel Georg Sangermann, Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd, gegenüber dem „Siegerlandkurier“. Derzeit „richtig machen“ es die Betriebe, die auf Trends wie Außer-Haus-Verzehr und Premium- sowie Regional-Ware setzen. Das Erfolgsgeheimnis scheint zu sein, sich von der Billig-Konkurrenz abzugrenzen und zum Genuss-Handwerker zu werden. Auch das ist ein Grund, weshalb so viele Bundesbürger sich nach einer Auslandsreise wieder auf deutsche Lebensmittel freuen.