Diebische Mitarbeiter: Schützen Sie Ihre Kunden vor den Folgen

Berater Sachwerte KMU-Schutz von Beatrix Altmann

Es gibt sie immer wieder: diebische Mitarbeiter, die ein Unternehmen unter Umständen in den Ruin führen können. Wie sich Ihre Kunden gegen Diebstahl und Datenklau schützen, lesen Sie hier.

Es gibt sie immer wieder: diebische Mitarbeiter. Bild: iStock/fotostok_pdv

In Nordrhein-Westfalen standen zwei Bäcker vor Gericht, denen nach dem Verzehr eines Brötchenbelags im Wert von ein paar Cent gekündigt worden war. Sie klagten auf Wiedereinstellung – und bekamen recht. Arbeitgeberverbände finden Härte gegenüber Dieben im Betrieb jedoch in jedem Fall angemessen.

Diebstahl von Mitarbeitern – häufig unterschätztes Risiko

Da mag mancher denken: Da wurden aber kleine Brötchen gebacken – doch Diebstahl ist kein Bagatelldelikt. Denn Brötchenbelag oder das eine oder andere Gürkchen sind sicherlich leicht zu verschmerzen, aber gehackte Konten oder gestohlene Daten stellen KMU vor große Herausforderungen. Dabei ist es ein Irrglauben, dass kriminelle Machenschaften hauptsächlich von Außenstehenden zu erwarten sind. Im Gegenteil: Diebstahl, Betrug oder Unterschlagung werden vornehmlich von internen Betriebsangehörigen begangen.

Immer häufiger wirtschaften Mitarbeiter in die eigene Tasche: Moderne Informationstechnologien sowie die Dezentralisierung in der EDV erleichtern nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch den Zugriff auf Finanzen, Waren und sensible Daten. Die finanziellen Folgen tragen Ihre Kunden und sollten daher nicht unterschätzt werden.

Vertrauen ist gut – der richtige Versicherungsschutz ist besser

Um sich vor Unterschlagung, Diebstahl, Veruntreuung und Sabotage durch Mitarbeiter oder zielgerichteten Hackerschäden zu schützen, sollten Unternehmen eine Vertrauensschadenversicherung abschließen. Das gilt auch für den Fall, wenn Mitarbeiter einem Dritten einen Schaden zufügen, für den das versicherte Unternehmen haftet.

Versichert sind Vermögensschäden, die durch kriminelle Handlungen von Vertrauenspersonen entstehen. Das sind sicherlich zum großen Teil die Angestellten des Unternehmens, aber auch externe Dienstleister, wie Sicherheits-, Wartungs- und Reinigungspersonal. Kriminelle Handlungen sind hier zum Beispiel Diebstahl, Betrug, Unterschlagung, Untreue, Sabotage oder Sachbeschädigungen.

Eine Vertrauensschadenversicherung kann als eigener Vertrag oder als Leistungserweiterung im Rahmen einer Berufshaftpflichtversicherung oder Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Übrigens: Auch wenn Ihre Kunden eine Cyber-Versicherung abgeschlossen haben – erst in Kombination mit der Vertrauensschadenversicherung sind sie auf der ganz sicheren Seite.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare