Cybermarkt: Neue Angebote und Favoriten der Makler

Cyberversicherung Berater Top News von Detlef Pohl

Der Markt für Cyberversicherungen nimmt langsam Fahrt auf. Der BVK verlangt attraktive Deckungen auch für Privatkunden. Die Württembergische hat reagiert. Und die VEMA hat derweil die attraktivsten Cyber Versicherer unter ihren Maklern ermittelt.

Es könnte sein, dass die Cyberversicherung die Kfz-Versicherung als volumenstärkste Sparte im Laufe der Jahre ablöst, meint BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer. Bild: BVK

Ohne Digitalisierung geht auch im Maklerbüro nichts mehr. Eng damit zusammen hängen die Themen Cyberkriminalität und Cyberversicherungen – sowohl für Maklerbetriebe selbst als auch für deren Kunden. Die Zahl der Abschlüsse von Cyberversicherungen wächst analog zu den Schadenerfahrungen der Firmen kontinuierlich, hatte der Bundesverband Deutscher Versicherungs-Makler (BDVM) kürzlich berichtet (procontra berichtete).

Der BDVM sieht die Cyberversicherung als einen ersten Einstieg zur Absicherung von Risiken der Digitalisierung. Derzeit würden vor allem Versicherungsschutz und Deckungslücken auf dem heutigen Status Quo der aktuellen Prozesse und Geschäftsmodelle definiert. Parallel hierzu müssten Überlegungen zu den digitalen Geschäftsmodellen, die auf gemeinsamer Nutzung von Daten und IT-Strukturen beruhen, angestellt werden. Da verschwimme laut BDVM die Zuordnung von Fremd- und Eigenschäden.

Auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sieht im Zuge allseitiger Vernetzung elektronischer Geräte (Internet der Dinge) stetig wachsende Gefahren durch Hackerangriffe und Cyberkriminalität. Der volkswirtschaftliche Schaden wird allein in Deutschland auf 40 bis 55 Milliarden Euro in den letzten Jahren beziffert, sagte kürzlich BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer beim „BVK-Pressedialog 2019“.

BVK fordert attraktive Deckungskonzepte

Der Branchenverband Bitkom schätzt, dass nur etwa jedes siebte Industrieunternehmen in Deutschland (14 Prozent) eine Cyberversicherung abgeschlossen hat. Dabei wäre das Marktpotential enorm: 43 Prozent der Firmen haben eine solche Police im Blick, um sich zeitnah oder später gegen Cyberrisiken zu wappnen. Da eröffnen sich ganz neue Vertriebschancen. „Es könnte sogar sein, dass die Cyberversicherung die Kfz- Versicherung als volumenstärkste Sparte im Laufe der Jahre ablöst“ meint Vollmer.

Der BVK fordert schon seit geraumer Zeit von den Versicherern angemessene und attraktive Deckungskonzepte - auch verstärkt für den Privatbereich. Dies könnte beispielsweise durch eine Deckungserweiterung in Hausratversicherungen geschehen. „Schließlich kommen die cleveren Einbrecher heutzutage nicht mehr durchs Fenster, sondern über das Internet auf den heimischen Computer und räumen das Online-Bankkonto leer oder stören ganze Produktionsabläufe von Unternehmen.

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